Warum kaufen jetzt so viele Menschen eigentlich Ausweishüllen?

Warum kaufen jetzt so viele Menschen eigentlich Ausweishüllen?

Der gelbe Impfpass wird für Millionen Menschen zum wichtigen Begleiter im Alltag. Auch deshalb kaufen sich immer mehr Besitzer eine Schutzhülle. Doch es gibt einen wichtigen Punkt, den Impfpass-Besitzer beachten müssen.

Ab sofort dürfen die Bundesbürger ohne größere Einschränkungen im Biergarten sitzen, in den Geschäften einkaufen oder beim Friseur die Haare schneiden. Voraussetzung ist, dass sie "vollständig geimpft" sind oder als "genesen" gelten. Für Geimpfte spielt dabei der gelbe Impfpass eine entscheidende Rolle.

Mitarbeiter im Handel, in der Gastronomie oder beim Friseur müssen prüfen, ob die zweite Impfdosis bereits verabreicht wurde. Als vollständig geimpft gilt jeder, wenn 15 Tage nach der Zweitimpfung vergangen ist. Auch bereits Genesene, die eine Schutzimpfung hinter sich haben, zählen dazu.

Es gibt allerdings einen wichtigen Haken. Nur wenige Landkreise in Deutschland stellen digitale Dokumente aus. Ein Großteil ist deshalb noch auf den gelben Impfpass angewiesen und trägt diesen nun immer mit sich herum.

Weil das Papierdokument eine wichtige Rolle spielt, soll es auch bestmöglich geschützt werden. Auch deshalb spielen Schutzhüllen eine immer wichtigere Rolle. Die Nachfrage nach den Produkten ist groß. Erste Amazon-Händler melden bereits einen regelrechten Ansturm. "Wir verkaufen derzeit 800 Impfhüllen pro Tag", sagt ein Ebay-Händler aus Rostock – Tendenz steigend. Wer sich eine Hülle für seinen Impfausweis kaufen will, sollte aber genau auf die Maße achten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

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Achten Sie auf das Ausstellungsdatum des Impfausweises!

Bevor Sie sich eine Hülle für Ihren Internationalen Impfausweis kaufen, sollten Sie auf Ausstellungsort und das Datum achten. Als Richtwert gelten entweder das Geburtsdatum oder der erste Impfstempel, der sich in dem Dokument findet.

Schwerpunkt "Digitaler Impfpass" – Gültigkeit, Sicherheit, Kosten: Was Sie jetzt zum digitalen Impfausweis wissen müssen

In der Regel kann man sagen:

  • Internationale Impfausweise des WHO, die zwischen 1980 und 2015 ausgestellt wurden, sind 10,5 Zentimeter breit (Breite) und 14,4 Zentimeter hoch (Höhe) (Angebot hier).
  • Impfdokumente, die nach 2015 ausgestellt wurden, sind wiederum 9,3 Zentimeter breit (Breite) und 13 Zentimeter hoch (Höhe) (Angebot hier). Allerdings gilt auch: 2005 gab es eine Anpassung des „International Certificate of Vaccination“. Kurzzeitig waren daher Impfausweise im Umlauf, die 10,1 Zentimeter (Höhe) und 13,3 Zentimeter (Breite) groß waren. 

Impfausweise, die Sie für die Corona-Impfung neu ausstellen lassen (ab 2021), haben in der Regel einheitlich eine Breite von 9,3 Zentimetern und eine Höhe von 13 Zentimetern. Einen neuen Impfausweis bekommen Sie beim Hausarzt oder beispielsweise hier (Angebot).

Die Größe des Impfausweises ist grundsätzlich nicht genormt. Es kann also zu leichten Abweichung von wenigen Millimetern kommen. Hilfreich ist es, vor dem Kauf mit einem Lineal oder Meterstab nachzumessen.

Worauf muss ich beim Kauf sonst achten?

Die Preise variieren derzeit und liegen je nach Typ und Größe bei zwischen 2,99 Euro und 14,95 Euro. Je mehr Menschen die Zweitimpfung hinter sich bringen, desto höher wird auch die Nachfrage zunehmen. Unklar ist, wie gut Hersteller solcher Hüllen vorbereitet sind. Wartezeiten von bis zu 14 Tagen sind bei Amazon und Co. derzeit keine Seltenheit.

  • (Angebot) Impfpasshüllen finden Sie hier, hier oder hier.
  • (Angebot) einen neuen Internationalen Impfausweis und eine passende Hülle finden Sie im Set wiederum hier.

Bei Amazon, Ebay und Co. heißen die Produkte etwa auch Impfpass-Hülle, Dokumenten-Hülle oder Ausweis-Etui.

Discounter wie Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl oder Netto Marken-Discount sowie Supermärkte wie Rewe, Edeka oder Hit wollen solche Schutzhüllen für Impfausweise ebenfalls ins Sortiment nehmen. Das erfuhr FOCUS Online aus gut informierten Kreisen. "Wir richten unser Angebot nach den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kunden aus", lassen die Händler lapidar ausrichten ohne dabei ein genaues Zeitfenster zu nennen. Allerdings könnten erste Produkte schon Anfang Juni auf den Markt kommen.

Gibt es günstigere Alternativen?

Wer sich das Geld sparen will, kann auf klassische Klarsichthüllen oder Prospekthüllen (A4) zurückgreifen. Den Impfpass dabei quer in die Hülle legen und in der Mitte falten. Die 100er-Packung gibt es für 1,00 Euro bei Ebay (Angebot).  Im Anschluss eine Büroklammer oder etwas Klebestreifen an der gefalteten Seite anbringen – fertig.

Wer keine Klarsichtfolie zur Hand hat, kann einen Gefrierbeutel mit Zipp-Reißverschluss nutzen (Angebot).

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Was ist mit dem digitalen Nachweis?

Unklar ist, wann der digitale Nachweis flächendeckend zur Verfügung stehen wird. Die Europäische Union sieht einen grünen Ausweis vor, in dem geimpfte, genese und getestete Personen ihre Nachweise hinterlegen können. Das System erstellt dann – je nach Typ – ein Zertifikat. Mit dem darauf aufgeführten QR-Code können Behörden und Firmen prüfen, ob der Besitzer die Hygienevorgaben (Impfung, Genesung, Test) erfüllt.

In Deutschland arbeiten bereits erste Hausärzte und Impfzentren mit solchen QR-Codes. Vollständig Geimpfte bekommen den Nachweis per E-Mail zugeschickt. Er gilt dann ergänzend zum "gelben Impfausweis".

Warum kaufen jetzt so viele Menschen Ausweishüllen?

Der Internationale Impfausweis ist auch dickem Papier. Er wird ausgestellt, damit Bundesbürger eine Impfung nachweisen können. Beim überwiegenden Großteil kommt er nur wenige Mal pro Jahr wirklich zum Einsatz. Zum Beispiel beim Reisen oder wenn eine Impfung erfolgt. Daher liegt das Dokument die meiste Zeit in irgendeiner Schublade.

Doch ab sofort gilt er für vollständig Geimpfte als wichtigstes Einlassdokument im Biergarten, beim Friseur oder beim Einkaufen. Weil Name und Impfstempel gut lesbar sein müssen, sollten Besitzer dafür sorgen, dass der Pass nicht knittert, in der Tasche verbogen wird, reißt oder durch eine ausgelaufene Flasche durchnässt wird.

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