Rund 180 Neuinfizierte weniger als noch vor einer Woche – R-Wert sinkt wieder unter 1

Rund 180 Neuinfizierte weniger als noch vor einer Woche – R-Wert sinkt wieder unter 1

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die ganze Welt weiterhin fest im Griff. Die Mutationen aus Südafrika und Großbritannien breiten sich weiter aus, laut SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sei eine dritte Welle „nicht mehr aufzuhalten“. Alle wichtigen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Corona-Pandemie vom 24. Februar

  • RKI-Zahlen: Deutschlandweite 7-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 59,3 (06.33 Uhr)
  • Merkel wird in interner Sitzung deutlich: "Haben es jetzt mit einer dritten Welle zu tun" (16.07 Uhr)
  • Kretschmann warnt vor übereilten Lockerungen: "Nicht zu schnell und nicht zu breit" (21.49 Uhr)
  • Schulen, Friseure, Geschäfte: Hier sehen Sie, welche Regeln nun in Ihrem Bundesland gelten
  • Der Covid-Rechner: Mit diesem Tool berechnen Sie schnell und einfach Ihr Corona-Ansteckungsrisiko 

Corona-News im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick

FDP fordert Schnelltest-Regelung nach dem Vorbild Österreichs

08.16 Uhr: Mit einer Regelung für Schnelltests nach dem Vorbild Österreichs will die FDP den Weg für stufenweise Lockerungen in der Corona-Pandemie freimachen. Ein entsprechender Antrag soll noch diese Woche in den Bundestag eingebracht werden. Ziel sei, dass Hersteller über eine "einfache und unbürokratische Selbstverpflichtung bestätigen, dass bei Eigenanwendung ein entsprechendes Sicherheits- und Leistungsniveau erreicht wird und dass die Funktionstauglichkeit und die Einsatztauglichkeit für den geplanten Zweck gewährleistet ist". Anschließend soll aber ein Zulassungsverfahren durchlaufen werden.

"Beim Testen müssen wir auf die Tube drücken, nicht auf die Bremse", sagte der FDP-Abgeordnete Andrew Ullmann dazu der Deutschen Presse-Agentur. "Die FDP-Fraktion fordert ein schnelles und vereinfachtes Zulassen der Selbsttests. In Österreich hat sich dieses Verfahren bereits bewährt. Dort sind Selbsttests schon Teil des Alltags und Teil der Öffnungsstrategie." Ullmann ist Professor in Würzburg und leitet dort das Institut für Infektiologie. Er ist FDP-Obmann im Gesundheitsausschuss. "Die Bundesregierung möchte die Zulassung von Selbsttests über das herkömmliche Verfahren durchführen. Das benötigt jedoch vier bis acht Wochen", kritisierte Ullmann. Angesichts der pandemiebedingten Ausnahmesituation dürfe nicht so lange gewartet werden.

"Wenn wir nicht bald einen Marktzugang für Selbsttests ermöglichen, ist der Markt leergefegt. Dann stehen wir, wie beim Impfen, wieder an letzter Stelle." Testergebnisse müssten über die Corona-Warn-App verifiziert und dokumentiert werden, um so wieder mehr Freiheiten zu ermöglichen.

RKI meldet 8007 Corona-Neuinfektionen – 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 59,3

06.33 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8007 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 422 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 7556 Neuinfektionen und 560 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 59,3 – und damit niedriger als am Vortag (60,5). Vor vier Wochen, am 27. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 101,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden – er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.402.818 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.02., 03.10 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.217.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 68.740. dpa/Christian Charisius/dpa Maskenpflicht in der Innenstadt von Flensburg. Die Fallzahlen sind hier derzeit hoch.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,98 (Vortag 1,05). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 98 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Corona-Variante B.1.1.7 erhöht Sterberisiko bei Infektion um ein Vielfaches

Mittwoch, 24. Februar, 06.28 Uhr: Eine Corona-Infektion geht für jeden Menschen mit einem gewissen Sterberisiko einher. Für die zunächst in Großbritannien nachgewiesene Variante B.1.1.7 hat der Stuttgarter Mathematiker Christian Hesse dies nun aufzuschlüsseln versucht. "Das nach Infektion mit der britischen Mutante bestehende Sterberisiko ist für 80-Jährige mehr als 1000 Mal so hoch wie für 20-Jährige", erklärte er der Deutschen Presse-Agentur zu seiner Rechnung.

Ohne Corona liege dieser Faktor bei Männern bei rund 130, bei Frauen bei 200 – bei einem Senior ist der Tod immer wahrscheinlicher als bei einem jungen Menschen.

Der Wissenschaftler der Stuttgarter Universität bezieht sich bei den Daten auf die sogenannte Infektionssterblichkeit. Das ist der Anteil der Corona-Toten unter allen Infizierten, ob getestet oder nicht. Für eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung muss dafür unter anderem mittels Blutproben der Immunstatus ermittelt werden, um auch frühere, unentdeckt gebliebene Corona-Infektionen festzustellen.

Auf Basis von britischen Analysen hat Hesse so die Gefährlichkeit des Corona-Typs B.1.1.7 berechnet. Ableiten lässt sich demnach, dass eine Infektion mit der Mutante für 55-jährige Männer und 35-jährige Frauen das normale Sterblichkeitsrisiko in diesem Alter wohl verdoppelt. Für 80-jährige Männer und 60-jährige Frauen werde es verdreifacht.

4818 Neuinfektionen – R-Wert wieder unter 1

22.17 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben am Dienstagabend 4818 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind etwas weniger im Vergleich zur Vorwoche, als 4995 neue Fälle vermeldet worden waren. Insgesamt gab es damit 2.397.913 bestätigte Fälle in Deutschland.

413 weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 68.472.

Eine gute Nachricht gibt es allerdings vom Robert-Koch-Institut: Der Sieben-Tage-R-Wert ist wieder unter 1 gefallen und liegt nun bei 0,98. Das bedeutet, dass 100 Infizierte 98 weitere Personen anstecken. Die Zahl der Patienten in Intensivbetten (minus 23) und die Zahl derer, die beatmet werden müssen (minus 12) sanken leicht im Vergleich zum Vortag.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 312.377 (+892), 7978 Todesfälle (+22)
  • Bayern 429.408 (+404), 12.171 Todesfälle (+57)
  • Berlin 127.453 (+268), 2766 Todesfälle (+26)
  • Brandenburg 75.038 (+82), 2928 Todesfälle (+16)
  • Bremen 17.584 (+61), 331 Todesfälle (+1)
  • Hamburg 50.685 (+161), 1224 Todesfälle (+1)
  • Hessen 184.753 (+306), 5714 Todesfälle (+42)
  • Mecklenburg-Vorpommern 23.711 (+206), 714 Todesfälle (+9)
  • Niedersachsen 159.820 (+339), 4173 Todesfälle (+65)
  • Nordrhein-Westfalen 522.179 (+628), 12.721 Todesfälle (+87)
  • Rheinland-Pfalz 100.624 (+282), 3031 Todesfälle (+13)
  • Saarland 28.355 (+124), 865 Todesfälle (+5)
  • Sachsen 191.501 (+496), 7513 Todesfälle (+31)
  • Sachsen-Anhalt 59.135 (+185), 2334 Todesfälle (+0)
  • Schleswig-Holstein 41.462 (+262), 1246 Todesfälle (+16)
  • Thüringen 73.828 (+122), 2764 Todesfälle (+22)

Gesamtstand (23.02.2021, 22.12 Uhr): 2.397.913 (+4818), 68.472 Todesfälle (+413)

Stand Vortag (22.02.2021, 20.25 Uhr): 2.393.098 (+4268), 68.061 Todesfälle (+313)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.207.700 (+9700). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 121.741.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 0,98 (Vortag: 1,19)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3037 (Vergleich zum Vortag: -23)

Kretschmann warnt vor übereilten Lockerungen: "Nicht zu schnell und nicht zu breit"

21.49 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat vor übereilten Lockerungen des Corona-Lockdowns gewarnt. Man dürfe "nicht zu schnell und nicht zu breit auf einmal öffnen", sagte der Grünen-Politiker am Dienstagabend bei einer Veranstaltung der "Heilbronner Stimme". "Das haben wir bei den Österreichern gesehen. Das führt zu Rückschlägen." Über weitere Öffnungen soll am 3. März die nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) entscheiden.  dpa/Sebastian Gollnow/dpabild Winfried Kretschmann, der Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Kretschmann sprach sich auch gegen Forderungen aus, den sogenannten Inzidenzwert nicht mehr als wichtigsten Maßstab für Corona-Maßnahmen heranzuziehen. "Die Inzidenz ist die einzige handfeste Zahl, die wir haben." Er erinnerte daran, dass die Gesundheitsämter nur bei 50 Infektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in der Lage seien, die Kontakte nachzuverfolgen. Der Regierungschef versicherte aber zugleich, man gewichte auch andere Dinge, wie etwa die Belegung der Intensivbetten.

Kretschmann zeigte Verständnis dafür, dass der Lockdown den Menschen "auf den Zeiger" geht. "Es treten jetzt natürlich Ermüdungserscheinungen ein." Allerdings sei dem Virus egal, "wie wir uns fühlen". Er appellierte an die Menschen, sich weiter diszipliniert an die Corona-Regeln zu halten: "Jetzt nicht schlappmachen zum Schluss."

Mini-Studie: Mit Briten-Mutation Infizierte möglicherweise deutlich länger ansteckend

18.10 Uhr: US-Forscher aus Harvard und anderen renommierten Universitäten haben eine Studie zur britischen Corona-Mutation B.1.1.7 durchgeführt. Die Untersuchung legt nahe, dass Menschen, die sich mit der Virus-Version infiziert haben, den Erreger länger in sich tragen können und somit über einen größeren Zeitraum hinweg infektiös sind. Insgesamt überwachten die Wissenschaftler 65 Corona-Positive mit täglichen PCR-Tests, sieben der Probanden hatten sich mit der Virus-Variante B.1.1.7 angesteckt. dpa/Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZBbild Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet.

Die Forscher fanden heraus, dass eine Infektion mit dem britischen Ableger im Schnitt 13,3 Tage dauerte – also rund fünf Tage länger als in der Vergleichsgruppe. Eine höhere Viruskonzentration konnten die Wissenschaftler bei den Mutanten-Infizierten jedoch nicht feststellen. Die Forscher kommen in der Studie zu dem Schluss: "Diese Daten liefern Hinweise darauf, dass die SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7 im Vergleich zu Nicht-B.1.1.7-SARS-CoV-2 längere Infektionen mit einer ähnlichen maximalen Viruskonzentration verursachen kann. Diese verlängerte Dauer kann zur erhöhten Übertragbarkeit von B.1.1.7-SARS-CoV-2 beitragen."

Trotzdem sind die Daten mit Vorsicht zu betrachten. Denn mit nur 65 Probanden ist die Teilnehmerzahl relativ gering – verallgemeinerbare Aussagen sind vor diesem Hintergrund also schwierig. Darauf weisen die Forscher auch selbst hin: Nicht nur sei die untersuchte Gruppe zu klein, 90 Prozent der Studienteilnehmer seien zudem Männer gewesen. Die Wissenschaftler schreiben: "Sollten sich die Ergebnisse jedoch durch weitere Daten bestätigen, könnte eine längere Isolationszeit als die derzeit empfohlenen 10 Tage nach Auftreten der Symptome erforderlich sein, um Sekundärinfektionen durch diese Variante wirksam zu unterbrechen."

Auf Mallorca ist die Corona-Lage inzwischen besser als in Deutschland

17.27 Uhr: Die Corona-Lage auf des Deutschen liebster Urlaubs-Insel Mallorca und auf den anderen Balearen verbessert sich im Zuge des strengen Lockdowns weiterhin rapide. Die spanische Region meldete am Dienstag nur noch 52 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind die niedrigsten Werte seit Ende Juli. Vor genau einer Woche waren noch 128 neue Fälle erfasst worden. Der am 4. Januar registrierte Tageshöchstwert lag mit 1865 sogar mehr als 35 Mal so hoch. dpa/Clara Margais/dpa Palma de Mallorca

Mit rund 46 Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gehören die Balearen, die im Dezember lange die schlimmsten Zahlen ganz Spaniens hatten, inzwischen zu den Regionen des Landes mit den besten Werten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid lag nur Extremadura an der Grenze zu Portugal mit einer sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz von 36,5 besser. Die Kanaren, die vom Tourismus genauso stark abhängig sind wie die Balearen, hatten knapp 48.

Mallorca hat aktuell auch bessere Zahlen als fast alle deutsche Regionen. Nach Angaben des Robert Koch Instituts lag die Sieben-Tage-Inzidenz zum Beispiel in Hamburg bei 66, in Berlin bei 55 und in Bayern bei 58. "Spitzenreiter" ist Thüringen mit 120. Nicht nur bei den Infektionen gibt es eine positive Entwicklung auf den Balearen. Auch die Lage in den Krankenhäusern entspannt sich zusehends. Die Zahl der Intensivpatienten mit Covid ging am Dienstag um fünf auf 60 zurück. Noch vor einem Monat waren es 128 gewesen.

Merkel wird in interner Sitzung deutlich: "Haben es jetzt mit einer dritten Welle zu tun"

16.07 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel sieht Deutschland bereits in der dritten Welle der Corona-Pandemie angekommen. Wie der Sender RTL berichtet, habe die Kanzlerin in einer CDU/CSU-Fraktionssitzung gesagt: "Wir können die Tatsache nicht wegdefinieren, dass wir es jetzt mit einer dritten Welle zu tun haben." Die angekündigte Öffnungsstrategie soll von einer Arbeitsgruppe um Kanzleramtsminister Helge Braun dennoch ausgearbeitet werden. Merkel hat nach Informationen von RTL dort auch bereits eine klare Vorstellung: "Für den Bereich der Wirtschaft heißt das für mich: Zuerst die Geschäfte, dann Restaurants und erst dann Hotels", soll die Kanzlerin in der Fraktionssitzung gesagt haben. wochit/Getty Images Vier-Stufen-Plan: Angela Merkel stellt Öffnungen in Aussicht

Seit nunmehr drei Monaten lebt Deutschland im Lockdown. Nur langsam wagt sich die Politik an das heikle Thema Öffnungen. Ab 1. März dürfen Friseure den Betrieb wieder aufnehmen, in Sachen Schulen und Kitas entscheiden die Bundesländer individuell.

Ein großes Fragezeichen steht weiterhin hinter dem Einzelhandel, der unter der Last des Lockdowns zu kollabieren droht. Erste Bundesländer haben deswegen in ihren Lockerungsstrategien Öffnungsszenarien für den Handel entwickelt. Bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März wird das Thema eine zentrale Rolle einnehmen.

Wir möchten Ihnen schon jetzt die Möglichkeit geben, uns Ihre Fragen rund um das Thema Shopping und Geschäftsöffnungen zu schicken. Was beschäftigt Sie, wo wünschen Sie sich mehr Klarheit, was sollen wir genauer erklären? Schicken Sie uns Ihre Fragen an [email protected], gerne mit vollständigem Namen, Alter und Wohnort. Wir bemühen uns, möglichst viele der Einsendungen zu beantworten und darüber zu berichten. Dabei werden wir auch den Absender der Frage veröffentlichen.

"Bisher war er immer der harte Hund": Nach Söders Baumarkt-Ansage ist der Nachbar sauer

15.02 Uhr: Dass die Bayern die Baumärkte ab Montag wieder öffnen, sorgt für Unmut im benachbarten Baden-Württemberg. Man sei irritiert angesichts der Kehrtwende des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Dienstag der dpa in Stuttgart. "Bisher war er immer der harte Hund, jetzt fängt er an, eine Sache nach der anderen Sache zu öffnen", sagte Hoogvliet. "Ich weiß nicht, was das soll." dpa/Peter Kneffel/dpa Markus Söder (CSU) gibt vor Beginn der Videokonferenz des CSU-Vorstands ein Statement ab.

In Baden-Württemberg sei eine reguläre Öffnung der Baumärkte nicht vorgesehen. Es habe keine Abstimmung Bayerns dazu gegeben, sagte der Sprecher auch mit Blick auf Shoppingtouristen, die nun möglicherweise über die Landesgrenze fahren. Auch verstehe man nicht, warum Söder damit nicht auf die Ministerpräsidentenkonferenz kommende Woche gewartet habe. Man nehme den Beschluss zur Kenntnis. Für die Öffnung von Blumenläden ab Montag habe man noch Verständnis, da es sich um verderbliche Ware handle, sagte Hoogvliet. Aber: "Hammer und Farbe verderben nicht so schnell."  

Das bayerische Kabinett beschloss am Dienstag bei seiner Sitzung in München, dass die zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorübergehend geschlossenen Baumärkte vom kommenden Montag an wieder regulär für Kunden öffnen dürfen.

Sachsen-Anhalt lockert – Baumärkte, Floristen und Fahrschulen öffnen ab März

15.11 Uhr: In Sachsen-Anhalt dürfen neben den Schulen und Friseuren ab März auch mehrere Wirtschaftszweige wieder öffnen. Gartenmärkte, Gärtnereien, Blumenläden sowie Baumärkte, Fahr- und Flugschulen könnten ab kommender Woche wieder den Betrieb aufnehmen, kündigte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung an. "Das ist notwendig, weil wir auch saisonal bedingt diese Angebote benötigen, auch für das persönliche Bedürfnis, sich zu betätigen, wenn das Wetter wieder schöner wird."

Außerdem sollen Spitzensportler wieder trainieren dürfen, sagte der Regierungschef. Damit wolle die Landesregierung die Chancen wahren "wieder Weltmeisterschafts- und Olympiamedaillen zu erringen", sagte Haseloff. Neben den allgemeinbildenden Schulen sollen deshalb auch Sportschulen wieder öffnen dürfen.

Bayerns Staatskanzleichef: „Wir haben es mit einer zweiten Epidemie zu tun“

13.50 Uhr: In München breiten sich die verschiedenen Mutationen des Coronavirus immer weiter aus. In der siebten Kalenderwoche seien bei 151 von 365 untersuchten Corona-Proben Anzeichen für eine Mutation festgestellt worden, teilte der bayerische Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag mit. Das entspreche einem Anteil von 41,4 Prozent. „Nüchtern gesprochen haben wir es mit einer zweiten Epidemie zu tun“, sagte Herrmann. dpa/Matthias Balk/dpabild Florian Herrmann (CSU), Leiter der bayerischen Staatskanzlei. .

 

Surftipp: Merkel spricht erstmals von Öffnungsstrategie – Vor Bund-Länder-Gipfel: Merkel spricht über Öffnung – trotzdem droht Streit

  
 
 

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 311.485 (+387), 7956 Todesfälle (+32)
  • Bayern 429.004 (+712), 12.114 Todesfälle (+10)
  • Berlin 127.185 (+287), 2740 Todesfälle (+12)
  • Brandenburg 74.956 (+112) 2912 Todesfälle (+2)
  • Bremen 17.523 (+34), 330 Todesfälle (+2)
  • Hamburg 50.524 (+219), 1223 Todesfälle (+0)
  • Hessen 184.447 (+195), 5672 Todesfälle (+108)
  • Mecklenburg-Vorpommern 23.508 (+73), 706 Todesfälle (+14)
  • Niedersachsen 159.481 (+401), 4108 Todesfälle (+14)
  • Nordrhein-Westfalen 521.551 (+918), 12.634 Todesfälle (+12)
  • Rheinland-Pfalz 100.342 (+234), 3018 Todesfälle (+27)
  • Saarland 28.231 (+23), 860 Todesfälle (+0)
  • Sachsen 191.005 (+232), 7482 Todesfälle (+34)
  • Sachsen-Anhalt 58.950 (+143), 2334 Todesfälle (+14)
  • Schleswig-Holstein 41.200 (+93), 1230 Todesfälle (+18)
  • Thüringen: 73.706 (+210), 2742 Todesfälle (+1)

Gesamtstand (22.02.2021, 20.25 Uhr): 2.393.098 (+4268), 68.061 Todesfälle (+313)

Stand Vortag (21.02.2021, 20.25 Uhr): 2.388.830 (+6742), 67.748 Todesfälle (+113)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.198.000 (+7.500). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 125.000.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 1,19 (Vortag: 1,10)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3060 (Vergleich zum Vortag: +3)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 1779

(Vergleich zum Vortag: +44)

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