RKI-Zahlen: Inzidenz steigt wieder über 60 – knapp 1500 mehr neue Fälle als in Vorwoche

RKI-Zahlen: Inzidenz steigt wieder über 60 – knapp 1500 mehr neue Fälle als in Vorwoche

Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die ganze Welt weiterhin fest im Griff. Zwar gehen die Neuinfektionen zurück, doch die Mutationen aus Südafrika und Großbritannien breiten sich weiter aus. Die Inzidenz sinkt derweil auf 57. Alle wichtigen Corona-News finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Corona-Pandemie vom 21. Februar

  • Aktuelle Corona-Zahlen: 2.382.085 bestätigte Fälle, 67.748 Todesfälle (21.17 Uhr)
  • Lauterbach über EU-Impfdebakel: "Wird als größter Fehler der Covid-Bekämpfung in die Geschichte eingehen" (19.27 Uhr)
  • DAK: Krankschreibungen wegen psychischer Probleme in Pandemie auf Höchststand (8.48 Uhr)
  • Schulen, Friseure, Geschäfte: Hier sehen Sie, welche Regeln nun in Ihrem Bundesland gelten

Corona-Pandemie-News im Überblick:

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten
  • News, Service und Ideen zur Pandemie finden Sie in unserem Überblick

Dreyer kritisiert Corona-Gipfel: "Nicht vertrauliche Runde"

08.25 Uhr: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert, bei den nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern einen Plan für Öffnungen vorzulegen. Man brauche "klare Aussichten für die Menschen, wie es weitergeht", sagte die SPD-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

Dreyer kritisierte den Ablauf der Ministerpräsidentenkonferenzen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU): "In dieser großen Runde ist eigentlich gar keine abschließende und offene Diskussion möglich, weil alles, jeder Satz, sofort nach außen dringt. Es ist eine absolut nichtvertrauliche Runde. Das hat das Beratungsklima zerstört", sagte Dreyer. Die Konsequenz sei, dass sich viele Teilnehmer vorher in kleineren Gruppen abzustimmen versuchten. Das sei aber "nicht Sinn und Zweck der Sache".

Dreyer verlangte zudem eine andere Vermittlung der Beschlüsse: "Ich halte es für falsch, mit Angst für Akzeptanz sorgen zu wollen." Man müsse immer auch Zuversicht verbreiten und Perspektiven entwickeln. Dreyer sprach sich zudem für ein Beratungsgremium auf Bundesebene aus, das "nicht nur aus Virologen und Epidemiologen besteht". Auch die Wissenschaft vertrete unterschiedliche Meinungen.

Aus Mutationsgebieten: 4500 Menschen wollten ohne Corona-Test nach Deutschland

08.16 Uhr: Wegen der Ausbreitung der britischen Coronavirus-Mutation gelten seit fast einer Woche in Deutschland an den Grenzen zu Österreich und Tschechien verschärfte Einreise- und Grenzkontrollen. 4522 Menschen aus Mutationsgebieten sollen bisher nach Informationen von „Bild am Sonntag“ versucht haben, ohne negativen Corona-Test nach Deutschland zu gelangen.

Damit wollten sie besonders die langen Staus und stundenlangen Wartezeiten vermeiden, die sich an den Testzentren bilden. Oft weichen die Lkw-Fahrer wegen den Staus auf Umwegen zu einem anderen Grenzübergang aus – oder sie versuchen es ohne Test.

Im Zeitraum von 14. Februar bis einschließlich Samstag hat die Bundespolizei an der deutsch-tschechischen Grenze sowie der Grenze zu Österreich (nur Bundesland Tirol) rund 104 178 Personen kontrolliert und rund 15 877 Personen abgewiesen.

Foto: Ondøej Hájek/CTK/dpa Deutsche Polizeibeamte kontrollieren ein Fahrzeug am tschechisch-deutschen Grenzübergang Petrovice/Bahratal im Erzgebirge.  

Neben fehlender Corona-Tests hatten die abgewiesenen Reisenden dem Bericht zufolge entweder keine digitale Reiseanmeldung oder gehörten nicht zu den Ausnahmefällen für eine Einreise nach Deutschland. Ausnahmen bestehen etwa für Ärzte und Pflegepersonal.

Nach einer Woche Grenzkontrollen stellt die Bundespolizei bei den Abweisungen allerdings rückläufige Zahlen fest. "Die Abweisungszahlen sind seit Beginn der Kontrollen proportional zurückgegangen, weil sich die Reisenden aufgrund der Kontrollen zunehmend regelkonformer verhalten", sagte Bundespolizei-Präsident Dieter Romann der "Bild am Sonntag".

RKI-Zahlen: Inzidenz steigt wieder über 60

Sonntag, 21. Februar 2021, 07.24 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7676 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 145 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus innerhalb 24 Stunden registriert, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards vom Sonntag um 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI innerhalb eines Tages 6114 Neuinfektionen und 218 neue Todesfälle verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden. Er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 60,2 – und damit höher als am Vortag (57,8). Der bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert am Samstagnachmittag mit 1,07 an (Vortag 1,01). Das ist der höchste Wert seit mehreren Wochen. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken. Das könnte darauf hindeuten, dass sich die ansteckenderen Virusvarianten trotz des Lockdowns rascher ausbreiten.

1400 Neuinfektionen mehr als vor einer Woche: Corona-Zahlen steigen weiter – aber ein Wert gibt Hoffnung

21.17 Uhr: Die Gesundheitsämter der Bundesländer haben am Samstag binnen 24 Stunden 8149 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie aus einer Auswertung von FOCUS Online hervorgeht. Der Trend der sinkenden Zahlen ist somit endgültig gebrochen. Denn am gleichen Tag der Vorwoche verzeichnete Deutschland knapp 1400 neue Corona-Fälle weniger. Die Zahl der seit Pandemie-Beginn registrierten Infektionen stieg somit auf 2.382.085.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 310.795 (+858), 7923 Todesfälle (+14)
  • Bayern 427.189 (+1.263), 12.090 Todesfälle (+51)
  • Berlin 126.825 (+252), 2727 Todesfälle (+7)
  • Brandenburg 74.599 (+241) 2.905 Todesfälle (+14)
  • Bremen 17.428 (+85), 327 Todesfälle (+3)
  • Hamburg 50.192 (+277), 1216 Todesfälle (+6)
  • Hessen 183.697 (+586), 5642 Todesfälle (+9)
  • Mecklenburg-Vorpommern 23.358 (+141), 689 Todesfälle (+4)
  • Niedersachsen 158.143 (+871), 4086 Todesfälle (+28)
  • Nordrhein-Westfalen 518.754 (+1750), 12.596 Todesfälle (+77)
  • Rheinland-Pfalz 99.772 (+227), 2987 Todesfälle (+0)
  • Saarland 28.179 (+118), 859 Todesfälle (+2)
  • Sachsen 190.393 (+464), 7.445 Todesfälle (+14)
  • Sachsen-Anhalt 58.613 (+312), 2319 Todesfälle (+8)
  • Schleswig-Holstein 40.995 (+207), 1206 Todesfälle (+0)
  • Thüringen: 73.153 (+497), 2731 Todesfälle (+29)

Gesamtstand (20.02.2021, 20.52 Uhr): 2.382.085 (+8149), 67.748 Todesfälle (+266)

Stand Vortag (19.02.2021, 20.41 Uhr): 2.373.936 (+9143), 67.484 Todesfälle (+532)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.185.100 (+8.800). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 126.100.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 1,07 (Vortag: 1,01)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3068 (Vergleich zum Vortag: -53)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 1750

(Vergleich zum Vortag: -12)

Außerdem meldeten die Länder 266 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Dieser Wert gibt Hoffnung – waren es am vergangenen Sonntag noch 390 neue Corona-Tote.  Die Zahl der Todesfälle insgesamt stieg auf 67.748 seit Beginn der Pandemie. Der wichtige 7-Tage-R-Wert lag am Donnerstag laut dem Robert-Koch-Institut aber leicht erhöht bei 1,07 (Vortag 1,01). dpa/Tom Weller/dpa Menschen mit Mundschutz gehen an einem geschlossenen Geschäft in der Stuttgarter Innenstadt vorbei.

Lauterbach über EU-Impfdebakel: "Wird als größter Fehler der Covid-Bekämpfung in die Geschichte eingehen"

19.27 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat das Vorgehen der EU bei der Impfstoffbesorgung scharf kritisiert. Am Samstag schrieb er auf Twitter: "Der mangelhafte und späte Aufbau der Impfkapazität durch die EU wird als der größte Fehler in unserer Covid-Bekämpfung in die Geschichte eingehen." Davor fügte er die Worte hinzu "Egal wie man es dreht oder wendet."

Nach Ansicht von Karl Lauterbach befindet sich Deutschland zudem am Beginn einer nächsten Corona-Welle. "Ich halte es für gesichert, dass die Zahlen darauf hindeuten, dass wir am Beginn einer dritten Welle sind", sagte er im Gespräch mit dem Sender "SWR" ebenfalls am Samstag. Zuletzt hatte das Robert-Koch-Institut etwas mehr Neuinfektionen als noch eine Woche zuvor gemeldet. Für Lauterbach eine absehbare Entwicklung, wie der dem "SWR" weiter sagt: "Der Lockdown war stark genug, um die alte Wildtyp-Variante zu verdrängen. Aber die neuen Varianten dehnen sich weiter aus."

Er halte es für ausgeschlossen, dass man langfristig noch viel von der ursprünglichen Variante sehen werde. Die britische Mutation sei viel länger und bei einer geringeren Viruslast ansteckend. Dies begünstige die Ausbreitung. "Die dritte Welle ist gleichzeitig auch der Beginn einer neuen Pandemie", warnt Lauterbach. dpa/Kay Nietfeld/dpabild Karl Lauterbach (SPD) gestikuliert.

Die ab Montag anstehende, teilweise Öffnung von Schulen in mehreren Bundesländern sieht der Experte daher kritisch. Ohne die Antigen-Tests gehe man ein Risiko ein. Lauterbach hält es für am besten, die Tests "so schnell wie möglich bei allen Schulkindern einzusetzen, die am Präsenzunterricht teilnehmen."

Auch Vorschläge von FDP-Chef Christian Lindner, Geschäfte, Restaurants und Fitnessstudios in Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz wieder zu öffnen, kritisierte Lauterbach. Er betonte dagegen die Wichtigkeit, sich weiterhin und noch strikter an die AHAL-Regeln zu halten. Zudem rief er dazu auf, in der Öffentlichkeit stets FFP2-Masken zu tragen.

Heidelberg: Polizei beendet Kindergeburtstag mit 20 Feiernden

18.00 Uhr: Eine Feier zum zehnten Geburtstag eines Jungen mit 20 Anwesenden hat die Polizei in Heidelberg beendet. Nachbarn hätten die Beamten am späten Freitagabend wegen Ruhestörung verständigt, teilte die Polizei am Samstag mit. Als die Beamten kamen, seien in der Zwei-Zimmer-Wohnung und im Innenhof des Anwesens trotz Corona-Pandemie insgesamt 20 Menschen gewesen, darunter acht Kinder. dpa/picture alliance / Oliver Berg/dpabild Zwei Kerzen und eine Acht stehen bei einem Kindergeburtstag vor einem Geburtstagskuchen.

Den Wohnungsinhaber – der Vater des Geburtstagskindes – und die Gäste erwarten nun Anzeigen. "Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen mittlerweile gelockert bzw. aufgehoben wurden, haben die Kontaktbeschränkungen für private Treffen im öffentlichen oder im privaten Raum nach wie vor Gültigkeit", mahnte die Polizei

Brasilianische Corona-Variante erstmals in Schweden nachgewiesen

14.44 Uhr: In Schweden ist erstmals die in Brasilien entdeckte Variante des Coronavirus nachgewiesen geworden. Vier Menschen seien positiv auf die als ansteckender geltende Mutation getestet worden, teilte der Regionalrat von Gävleborg am Samstag mit. Den Betroffenen gehe es gut, sie benötigten keine medizinische Versorgung. Keiner von ihnen hatte sich demnach zuvor in Brasilien aufgehalten. Die Behörden versuchten nun, ihre Kontakte zu ermitteln. Zuvor waren bereits die Varianten aus Großbritannien und Südafrika im Land nachgewiesen worden. Johan Nilsson/TT NEWS AGENCY/AP/ Schweden, Malmö: Passagiere mit Mund-Nasen-Schutz gehen durch eine U-Bahn-Station.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Dienstag hat sich die zunächst in Brasilien entdeckte Variante bereits auf 21 Länder ausgebreitet. Schweden verlangt seit Kurzem von ausländischen Einreisenden einen negativen Coronavirus-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. In dem nordeuropäischen Land mit rund zehn Millionen Einwohnern sind bislang mehr als 631.000 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Rund 12.600 Menschen sind bisher in Verbindung mit einer Infektion gestorben.

DAK: Krankschreibungen wegen psychischer Probleme in Pandemie auf Höchststand

8.46 Uhr: Die Zahl der bei der DAK versicherten Beschäftigten, die wegen einer psychischen Erkrankung im Job fehlen, hat 2020 einen Höchststand erreicht. Im Schnitt hatte jeder Versicherte rund 2,65 Fehltage aufgrund von etwa Depressionen oder Anpassungsstörungen, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit mitteilte. Mit Anpassungsstörung ist eine Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis, zum Beispiel einen Trauerfall, gemeint. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es rund 2,6 Fehltage pro versicherten Beschäftigten, 2010 etwa 1,7 Fehltage. dpa/Sina Schuldt/dpabild Ein Mann sitzt vor einem Fenster.

"Unsere aktuelle Analyse zeigt, wie gerade Menschen mit psychischen Problemen unter den Pandemie-Einschränkungen und -Belastungen leiden", sagte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm. Ein psychischer Krankheitsfall dauerte im Schnitt 39 Tage – so lange wie noch nie seit Beginn der jährlichen Datenerhebung 1997.

Bei psychischen Leiden handelte es sich 2020 laut DAK um die zweitwichtigste Erkrankungsgruppe. Nur aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen fehlten versicherte Erwerbstätige 2020 noch häufiger – etwa 3,3 Fehltage waren es in dieser Gruppe.

Frauen meldeten sich im Job häufiger wegen psychischer Probleme krank als Männer. So fehlten DAK-versicherte Arbeitnehmerinnen 2020 im Schnitt an 3,4 Tagen, bei Männern waren es 2,0 Tage.

Für die Analyse wurden Daten von mehr als 2,4 Millionen bei der Kasse versicherten Beschäftigten ausgewertet. Berücksichtigt wurden alle Fehlzeiten, für die eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung mit einer psychischen Diagnose an die Kasse geschickt wurden.

RKI meldet 9164 Corona-Neuinfektionen und 490 neue Todesfälle

7.18 Uhr: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 9164 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 490 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, wie aus Zahlen des RKI vom Samstag hervorgeht. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Am Samstag vergangener Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8354 neue Fälle und 551 neue Todesfälle registriert. Der Höchststand von 1244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden, er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 57,8 – und damit etwas höher als am Vortag (56,8). Schon in den Tagen zuvor hatte es keinen deutlichen Rückgang der Inzidenz mehr gegeben. Vor vier Wochen, am 21. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 119,0 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,01 (Vortag 0,94). Der Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Zwei Hamburger Katzen nach positivem Corona-Test in Quarantäne

Samstag, 5.45 Uhr: Zwei Katzen einer an Corona verstorbenen Hamburgerin sind ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut habe die Infektion der Katzen bestätigt, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium mit. Bislang seien in Deutschland insgesamt fünf Corona-Fälle bei Katzen und zwei bei Hunden gemeldet worden. Es lägen aber keine Hinweise vor, dass sich Menschen bei Hunden und Katzen mit Sars-CoV-2 infiziert hätten. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere wie Schweine und Hühner seien nicht infizierbar.

"Es geht den beiden Katzen gut", sagte die Leitende Tierärztin des Hamburger Tierheims, Urte Inkmann. Sie hätten einen leichten Schnupfen und niesten ein bisschen. Die beiden kastrierten Kater seien getrennt in der Isolationsstation untergebracht worden und hätten jeder einen größeren Käfig mit zwei Boxen zur Verfügung. "Wir sind guter Hoffnung, dass sie nächste Woche aus der Quarantäne entlassen werden", sagte Inkmann. Darüber werde das Bezirksamt Harburg nach einem weiteren Test entscheiden. dpa/Karolin Krämer/dpa-tmn Zwei Katzen in Hamburg sind nach positiven Corona-Tests in Quarantäne.

Katzen würden wie Menschen mit einem Tupfer im Hals getestet, erklärte die Tierärztin. Bei den beiden Katern hätten Mitarbeiter des Tierheims das ohne Narkose machen können. «Das sind ganz, ganz liebe Katzen», sagte Inkmann. Es seien schon mehrfach Katzen und Hunde mit Corona-Verdacht in der Isolationsstation gewesen. Jetzt seien es die ersten bestätigten Fälle im Hamburger Tierheim. Die Mitarbeiter achteten wie bei Menschen auf Distanz zu den Tieren und trügen bei der Versorgung die gleiche Schutzkleidung wie im Krankenhaus. Nach dem Abholen der Katzen aus der Wohnung der verstorbenen Frau hätten alle beteiligten Mitarbeiter einen Schnelltest bei sich machen lassen.

Hoffnung für Urlauber: Spanien kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

22.50 Uhr: Wegen sinkender Corona-Neuinfektionszahlen wird Spanien ab Sonntag von der Bundesregierung nicht mehr als Hochrisikogebiet angesehen. Das Robert Koch-Institut gab am Freitag im Internet bekannt, dass das beliebteste Urlaubsland der Deutschen dann nur noch "normales" Risikogebiet ist. Das bedeutet, dass bei der Einreise aus Spanien kein negativer Test mehr vorgezeigt werden muss. Man muss sich allerdings 48 Stunden nach Einreise testen lassen. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt.

Die praktischen Auswirkungen für Spanien-Urlauber halten sich also noch in Grenzen. Allerdings dürfte die Entscheidung der Bundesregierung mit Blick auf den Osterurlaub Hoffnungen bei Fans der Ferieninsel Mallorca oder der Kanaren wecken.

Die Corona-Lage in Spanien hat sich seit Ende Januar nach strengen Einschränkungen der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit stark verbessert. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag zuletzt bei 111. Damit ist diese sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz zwar noch fast doppelt so hoch wie in Deutschland (aktuell rund 57), liegt aber unter dem Grenzwert von 200 für die Einstufung als "Hochinzidenzgebiet".

Aktuelle Corona-Zahlen: 2.373.936 bestätigte Fälle, 67.484 Todesfälle

21.42 Uhr: Die Bundesländer haben am Freitag binnen 24 Stunden 9143 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet, wie aus einer Auswertung von FOCUS Online hervorgeht. Dabei gab es etwas weniger neue Corona-Fälle wie am selben Tag der Vorwoche, als aus den Ländern 9258 Corona-Fälle gemeldet worden waren. Die Zahl der seit Pandemie-Beginn verzeichneten Corona-Fälle stieg somit auf 2.373.936.

Außerdem meldeten die Länder der Auswertung von FOCUS Online zufolge 532 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Todesfälle insgesamt stieg auf 67.484 seit Beginn der Pandemie. Der wichtige 7-Tage-R-Wert lag am Donnerstag laut dem Robert-Koch-Institut aber leicht erhöht bei 1,01 (Vortag 0,94).

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg 309.937 (+999), 7.909 Todesfälle (+34)
  • Bayern 425.926  (+1291), 12.039 Todesfälle (+91)
  • Berlin 126.573 (+372), 2720 Todesfälle (+18)
  • Brandenburg 74.358 (+289) 2.893 Todesfälle (+19)
  • Bremen 17.343 (+94), 324 Todesfälle (+3)
  • Hamburg 49.915 (+154), 1210 Todesfälle (+4)
  • Hessen 183.111 (+726), 5633 Todesfälle (+0)
  • Mecklenburg-Vorpommern 23.217 (+198), 685 Todesfälle (+5)
  • Niedersachsen 157.272 (+837), 4058 Todesfälle (+73)
  • Nordrhein-Westfalen 517.004 (+2087), 12.519 Todesfälle (+96)
  • Rheinland-Pfalz 99.545 (+348), 2987 Todesfälle (+27)
  • Saarland 28.061 (+114), 857 Todesfälle (+11)
  • Sachsen 189.929 (+522), 7.431 Todesfälle (+92)
  • Sachsen-Anhalt 58.301 (+362), 2311 Todesfälle (+32)
  • Schleswig-Holstein 40.788 (+276), 1206 Todesfälle (+8)
  • Thüringen: 72.656 (+474), 2702 Todesfälle (+19)

Vortag Stand (18.02.2021, 20.03 Uhr): 2.364.793 (+9833), 66.971 Todesfälle (+512)

Gesamt Stand (19.02.2021, 20.41 Uhr): 2.373.936 (+9143), 67.484 Todesfälle (+532)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 2.176.300 (+10.400). Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei etwa 130.122.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl (7-Tage-R-Wert): 1,01 (Vortag: 0,94)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 3121 (Vergleich zum Vortag: -56)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 1762 (Vergleich zum Vortag: -44)

Israel: Junge Menschen werden in Bars geimpft – danach gibt es einen Drink

18.27 Uhr: Im israelischen Tel Aviv öffneten am Donnerstag (19. Februar) in einer vorerst einmalig angelegten Aktion Pop-Up-Bars, in denen sich junge Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen konnten. Dies berichtet die Zeitung "Jerusalem Post". Dabei wurde der Impfstoff den Teilnehmenden ganz ohne Terminvereinbarung und Kosten verabreicht. Als zusätzlichen Anreiz erhielten die jungen Menschen einen kostenlosen, alkoholfreien Drink.

dpa/Peter Kneffel/dpabild Polizisten kontrollieren Pkw.

An den 44 Kontrollstellen wurden in der ersten Woche laut Polizei knapp 100 000 Reisende kontrolliert. Fast 2000 Personen wurde die Weiterfahrt untersagt, weil sie keinen gültigen Coronatest
bei sich hatten. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein. Es  drohen Strafen von bis zu 1450 Euro. Ausgenommen von der Testpflicht ist die Durchreise ohne Zwischenstopp. Auch Kinder bis zu zehn Jahren brauchen keinen Test.

dpa/Matthias Balk/dpa Bundespolizisten kontrollieren die Dokumente von aus Österreich kommenden Autofahrern an der Autobahn A93 bei Kiefersfelden in Richtung Deutschland.

Die Corona-Situation in Tirol ist weiterhin stabil. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 73. Das ist der zweitbeste Wert unter den Bundesländern in Österreich.

In Teilen Italiens: Schärfere Corona-Regeln – Sorge um Virus-Mutationen

17.51 Uhr: In Italien kommen auf die Menschen in einigen Teilen des Landes wegen der Corona-Lage wieder strengere Regeln zu. Die Regionen Kampanien und Molise im Süden sowie Emilia Romagna im Norden werden ab Sonntag wieder in die Orangene Zone eingeteilt, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in Rom mitteilte. Restaurants und Bars dürfen dann nur Essen und Trinken zum Mitnehmen verkaufen. Museen haben wieder dauerhaft geschlossen. 12 Regionen bleiben in der Gelben Zone mit den lockersten Corona-Regeln.

In ihrem wöchentlichen Corona-Lagebericht zeigten sich die Experten des Gesundheitsministeriums besorgt über die kursierenden Corona-Varianten. Es gebe einige Infektionsherde an der Adriaküste, die wohl auf die ansteckendere Variante aus Großbritannien zurückzuführen seien, hieß es. Die brasilianische Variante zirkuliere vor allem in der mittelitalienischen Provinz Perugia und in der Toskana. Auch die Südafrika-Variante wurde den Angaben zufolge bereits entdeckt. dpa/Vincenzo Livieri/ZUMA Wire/dpa Ein Restaurant in Rom.

Italiens Corona-Trend ist dem Bericht zufolge weiter stabil auf einem ähnlich hohen Niveau. Der Reproduktionswert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt, sei für den zurückliegenden Zeitraum vom Ende Januar bis Anfang Februar mit 0,99 berechnet worden und damit leicht gestiegen.

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