Rauchen verdreifacht Risiko tödlicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Heilpraxis

Rauchen verdreifacht Risiko tödlicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen – Heilpraxis

Tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Rauchen

Rauchende Menschen scheinen ein fast dreimal höheres Risiko eines vorzeitigen Todes durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu haben, verglichen mit Personen, welche niemals geraucht haben. Das erhöhte Risiko betrifft vor allem Menschen, die bereits früh mit dem Rauchen angefangen haben.

Rauchen erhöht das Risiko, vorzeitig an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben massiv, so das Ergebnis einer Untersuchung der international hoch renommierten University of Oxford. Die Studie wurde in dem englischsprachigen Fachblatt „Journal of the American Heart Association“ veröffentlicht.

Was war der Schwerpunkt der Untersuchung?

Frühere Forschungsarbeiten ergaben bereits einen Zusammenhang zwischen dem Rauchen in der Jugend und einem insgesamt höheren Risiko für einen vorzeitigen Tod. In der aktuellen Studie wollten das Team herausfinden, ob die Ergebnisse verallgemeinerbar sind und führte eine Analyse von US-Daten mit Schwerpunkt auf den Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch.

Es ist möglich ein erhöhtes Risiko wieder zu reduzieren

Das Alter, in dem eine Person mit dem Rauchen beginnt, ist ein wichtiger und oft übersehener Faktor. Menschen, die in jungen Jahren mit dem Rauchen anfangen, haben ein besonders hohes Risiko, vorzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu versterben, berichten die Forschenden. Wenn Menschen mit dem Rauchen aufhören, könne dieses Risiko jedoch wieder erheblich reduziert werden, insbesondere bei Personen, die in jüngeren Jahren mit dem Rauchen aufhören.

Das Team untersuchte die Krankengeschichte, die Lebensgewohnheiten und die Demografie von rauchenden und nichtrauchenden Personen. Die Studie umfasste 390.929 Menschen im Alter von 25 bis 74 Jahren, wobei das Durchschnittsalter bei 47 Jahren lag. 56 Prozent der Teilnehmenden waren Frauen. Die Studie umfasste keine Personen, die lediglich gelegentlich rauchenden .

Während der Nachbeobachtungsphase verstarben 4.479 Menschen vor dem Alter von 75 Jahren an einer Herzkrankheit oder einem Schlaganfall. Davon hatten 58 Prozent niemals geraucht, 23 Prozent hatten ehemalig geraucht und 19 Prozent rauchten noch aktuell. Von den aktuell rauchenden Menschen hatten zwei Prozent vor dem Alter von zehn Jahren mit dem Rauchen begonnen, 19 Prozent begannen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren zu rauchen, erläutern die Forschenden.

Besser frühzeitig mit dem Rauchen aufhören

Es zeigte sich, dass wenn Menschen im Alter von 40 Jahren mit dem Rauchen aufhörten, dies ihr erhöhtes Risiko eines vorzeitigen Todes durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen um etwa 90 Prozent reduzierte, berichten die Fachleute. Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass die Rauchentwöhnung in jedem Alter vorteilhaft war und je früher eine Person mit dem Rauchen aufhörte, desto besser, fügt das Team hinzu.

Die Analyse ergab, dass verglichen mit nicht rauchenden Personen, rauchende Menschen, die im Alter zwischen 15 und 34 Jahren mit dem Rauchen aufhörten, etwa das gleiche Risiko hatten, an einer Herzkrankheit oder einem Schlaganfall zu versterben. Menschen, welche dagegen im Alter von 35 bis 44 Jahren aufhörten, hatten ein etwa 20 Prozent höheres Risiko.

Personen, die im Alter von 45 bis 54 Jahren aufhörten, hatten ein um etwa 60 Prozent höheres Risiko und wer erst im Alter von 55 bis 64 Jahren mit dem Rauchen aufhörte, wies ein um etwa 70 Prozent höheres Risiko auf, an einer Herzkrankheit oder einem Schlaganfall zu versterben, berichten die Forschenden. Bei denjenigen, die bis ins Alter nicht mit dem Rauchen aufgehört haben, sei das Risiko sogar rund dreimal höher ausgefallen, verglichen mit Personen, die nie geraucht haben.

Rauchentwöhnung muss zur dringenden Priorität werden

„Diese Studie ergänzt die Beweise, dass der Beginn des Rauchens in jüngeren Jahren das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, deutlich erhöhen kann. Sie bestätigt die Position der American Heart Association, dass Rauchen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellt, dass eine wirksame Beratung in mehreren Episoden und medizinische Therapien zur Rauchentwöhnung für alle verfügbar sein sollten und dass die Rauchentwöhnung für Personen aller Altersgruppen, insbesondere für junge Menschen, eine dringende Priorität sein sollte”, fasste Dr. Rose Marie Robertson, stellvertretende wissenschaftliche und medizinische Leiterin der American Heart Association in einer Pressemitteilung zusammen. (as)

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