Omikron erreicht Olympia-Festung Peking – Bundeswehr geht gegen Impfverweigerer vor

Omikron erreicht Olympia-Festung Peking – Bundeswehr geht gegen Impfverweigerer vor

Omikron-Flut in Deutschland: Am Montagmorgen meldet das Robert-Koch-Institut wieder Tausende Fälle mehr als in der Vorwoche und den nächsten Inzidenz-Rekord. Währenddessen kommt Omikron auch in der Olympia-Festung Peking an. Alle Neuigkeiten zur Pandemie finden Sie hier im News-Ticker.

News zu Corona vom 17. Januar 2022

  • Live-Karte zum Coronavirus und Radar mit Zahlen und Fakten.
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  • Offizielle Statistik – Übersterblichkeit in Deutschland 2021

Pfizer-Boss sicher: "Wir werden bald unser normales Leben zurückhaben"

11.00 Uhr: Wann kehren wir endlich in unser normales Leben zurück? Albert Bourla, Chef des Impfstoff-Herstellers Pfizer, ist diesbezüglich sehr optimistisch. "Wir werden bald unser normales Leben zurückhaben", so Bourla in einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Figaro". "Wir sind in einer guten Position, um im Frühling so weit zu sein", so der Pharma-Boss. Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa Albert Bourla, Vorstandsmitglied vom Pharmakonzern Pfizer.

Grund für seinen Optimismus sind die aktuelle Wandlung des Virus, die Impfungen und auch das Pfizer-eigene Medikament Paxlovid. Pfizer behauptet, dass die Einnahme Pille in den drei Tagen nach Symtpombeginn das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen wegen Covid um knapp 90 Prozent reduziere.

Paxlovid ist in der EU noch nicht zugelassen. Gesundheitsminister Lauterbach sagte jüngst, er hoffe auf eine Notzulassung der Corona-Pille noch im Januar.

RKI verkürzt Genesenenstatus auf drei Monate

08.54 Uhr: Der Genesenennachweis, den ehemals Infizierte nach ihrer Covid-Erkrankung erhalten, ist ab sofort nur noch drei Monate gültig. Die Änderung gilt bereits. Weiterhin gilt, dass der Genesenennachweis ab 28 Tagen nach dem positiven PCR-Test-Ergebnis greift und nach 90 schon wieder abläuft. Nach den 90 Tagen empfiehlt das RKI eine Auffrischungsimpfung.

Johnson will Corona-Quarantäne bald abschaffen – sogar für Infizierte

07.20 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson will die Corona-Quarantäne-Regeln in seinem Land komplett kippen. Wie der "Telegraph" berichtet, plant Johnson angesichts sinkender Zahlen im Königreich, die Notfall-Gesetze im Land zurückzudrehen. Dann müssten Menschen, die sich mit Covid-19 infizieren, zukünftig nicht mehr in Selbstisolation. Tolga Akmen / AFP Der britische Premierminister Boris Johnson Mitte Januar vor seinem Amtssitz in London

Allerdings wird es bis zur Abschaffung der Quarantäne noch etwas dauern. Johnson wolle in den kommenden Wochen den Plan ausarbeiten und womöglich im Frühling zur Anwendung bringen, heißt es. Wie der Plan genau aussieht und ob es etwas gibt, was an die Stelle der Quarantäne tritt, ist noch offen.

Jüngst hatte Johnson die Quarantäne-Zeit für Erkrankte von 7 auf 5 Tage reduziert. Wer nach fünf Tagen zweimal negativ getestet wird, darf die Quarantäne schon wieder verlassen. Nun plant der Premier offenbar den nächsten radikalen Schritt.

Johnson steht nach mehreren Corona-Partys in seinem Amtssitz während des Lockdowns massiv unter Druck.Lesen Sie hier mehr zu seinen aktuellen Verstrickungen.

RKI meldet Tausende Fälle mehr als vergangenen Montag – Zahl der Klinik-Patienten steigt erstmals wieder

06.28 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit einen neuen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 528,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 515,7 gelegen, vor einer Woche bei 375,7 (Vormonat: 413,7). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 34.145 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.57 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 25.255 Ansteckungen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 30 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 52 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 8.000.122 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild Ein Corona-Schnelltest wird in einer Teststation aufbereitet.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 3,23 an (Donnerstag 3,09, Mittwoch 3,13). Sie war damit erstmals seit einigen Tagen wieder gestiegen. Am Wochenende wird sie nicht veröffentlicht.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 7.000.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115.649.

Hamburg führt 2G+ an Schulen ein – Sportunterricht findet mit Maske statt

Montag, 17. Januar, 06.22 Uhr: An Hamburgs Schulen gelten angesichts der sich noch schneller verbreitenden Omikron-Variante ab Montag strengere Corona-Regeln. Alle Schülerinnen und Schüler müssen sich dann regelhaft drei Mal pro Woche unter Aufsicht in der Schule auf Corona testen lassen – statt wie bislang zweimal pro Woche. Getestet werde jeweils montags, mittwochs und freitags, teilte die Schulbehörde mit. Teilnehmen müssen ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler, sofern sie nicht einen negativen Corona-Test aus einem anerkannten Testzentrum nachweisen. Bislang waren Geimpfte und Genesene von der Pflicht ausgenommen, konnten sich aber auf freiwilliger Basis testen lassen. dpa/Gregor Fischer/dpa Ein Schulkind geht über den Schulhof zum Unterricht.

Da die allerwenigsten Schüler bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten hätten, schaffe die generelle Testpflicht deutlich mehr Sicherheit, erklärte die Behörde. Zudem trage die Testpflicht dazu bei, dass alle Schüler weiterhin außerhalb der Schule an 2G-plus-Veranstaltungen teilnehmen könnten, ohne ein zusätzliches Testergebnis vorlegen zu müssen. Tests gebe es genug. Insgesamt stünden derzeit rund 4,8 Millionen Tests zur Verfügung.

Beim Sportunterricht in der Turnhalle muss nun wieder eine medizinische Maske getragen werden. "Diese Änderung ist notwendig, weil die Omikron-Variante auch einfach und doppelt geimpfte Personen infizieren und von ihnen übertragen werden kann", hatte Schulsenator Ties Rabe (SPD) zuletzt erklärt. Mannschaftssport in Innenräumen ist weiter möglich. Aber "dabei soll auf Übungen und Aufgaben verzichtet werden, bei denen das Herz-Kreislauf-System in höherem Maße belastet wird", hieß es. Empfohlen werde, den Sportunterricht möglichst im Freien stattfinden zu lassen. An der frischen Luft müssten auch keine Masken getragen werden.

Säugling in Katar stirbt an Corona-Infektion

20.27 Uhr: Ein drei Wochen alter Säugling ist in Katar an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. "Er hatte keine anderen gesundheitlichen Probleme oder bekannten Erbkrankheiten", erklärte das Gesundheitsministerium am Sonntag. Demnach ist es der zweite tödliche Verlauf einer Corona-Infektion bei einem Kind in Katar seit Beginn der Pandemie.

Die Sterblichkeit durch das Coronavirus ist bei Kindern im Allgemeinen sehr gering. In der aktuellen Ansteckungswelle wegen der Omikron-Variante sei in Katar die Zahl der infizierten Kinder und Krankenhauseinweisungen jedoch stark gestiegen, erklärte das Ministerium.

Die tägliche Zahl der Neuinfektionen stieg in den vergangenen Tagen auf etwa 4000. Die größte staatliche Krankenhausgruppe des Landes setzte deshalb Ende Dezember den Urlaub aller Beschäftigten aus, die mit Covid-19-Patienten arbeiten. Katar mit seinen 2,6 Millionen Einwohnern hat bislang knapp 300.000 Corona-Fälle und rund 600 Todesopfer verzeichnet.

Virologe Stör widerspricht Lauterbach: Virus wird nicht mehr gefährlicher

20.15 Uhr: Virologe Klaus Stöhr hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach bei der Einschätzung der Zukunft der Corona-Pandemie widersprochen. Auf die Frage, ob das Virus wie von Lauterbach befürchtet wieder gefährlicher und hochansteckender werden würde, antwortete er klar.

"Herr Lauterbach hat öfter mal seine eigenen Ideen, die sich dann, nicht sehr selten, in das Gegenteil verkehren", sagt Stöhr gegenüber "ntv.de". Das Virus werde sich weiter anpassen, habe aber das Ziel den Wirt nicht zu stark zu beschädigen, "so dass man, solange dieser Wirt lebt, als Virus auch noch weiterverbreitet werden kann".

Bild: picture-alliance/ dpa/Soeren Stache Der Virologe Klaus Stöhr  

Der Virologe rechnet mit einer Balance, die schon bei Omikron sichtbar sei. "Omikron vermehrt sich vornehmlich im Nasen-Rachenraum und weniger im unteren Atemtrack. Dadurch wird das Virus natürlich einfacher übertragen. Aber gleichzeitig wird die Lunge nicht so stark beschädigt und dadurch lebt der Wirt länger."

Da eine weitere Entwicklung in diese Richtung ein "evolutionärer Vorteil" für das Virus wäre, rechnet Stöhr nicht mit einem anderen Verlauf. "Ich kann nicht sehen, dass sich hier plötzlich wieder stärker krankmachende Varianten entwickeln. Die Evolution quasi einen Rückschritt macht."

19.48 Uhr: Die Gesundheitsminister der Bundesländer beraten am Montag ein weiteres Mal über ihr Vorgehen in der Corona-Pandemie. An der Videokonferenz, die unter dem Eindruck der Ausbreitung der Omikron-Variante und eines damit verbundenen starken Anstiegs der Neuinfektionen steht, wird auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) teilnehmen. Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Ressortchefin Petra Grimm-Benne (SPD), wird im Anschluss über die Ergebnisse informieren (20.00 Uhr).

Lauterbach hatte die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld der Gesundheitsministerkonferenz in einem Interview dazu aufgerufen, sich mehrmals pro Woche mit einem Schnelltest auf das Coronavirus zu testen. Außerdem forderte er, dass zur Erfüllung der geplanten Impfpflicht drei Corona-Impfungen vorgeschrieben werden. 

19.30 Uhr: Das französische Parlament hat im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle drastischen Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte endgültig zugestimmt. In der Nationalversammlung sprachen sich am Sonntagabend 215 Abgeordnete dafür aus, 58 stimmten dagegen. Sieben Abgeordnete enthielten sich. Das Gesetz sieht vor, dass ungeimpfte Menschen ab 16 Jahren künftig keinen Zugang mehr zu Gastronomie, Kultureinrichtungen und dem Fernverkehr haben sollen.

Frankreichs Regierung will angesichts enorm hoher Infektionszahlen weitere Anreize für eine Corona-Impfung setzen. Mit der Regelung soll der aktuell geltende Gesundheitspass, der Nachweis über eine Impfung, eine Genesung oder einen aktuellen negativen Corona-Test gibt, zum Impfpass umgewandelt werden. Ein negativer Test reicht damit bald nicht mehr aus, um Zugang zu zahlreichen Orten zu bekommen.

Ursprünglich sollte die Regelung bereits zum 15. Januar greifen. Wegen hitziger Debatten in der Nationalversammlung sowie zwischen den beiden Parlamentskammern verzögerte sich das Vorhaben. Wann genau die Neuerung in Kraft tritt, ist noch unklar. Einzelne Abgeordnete hatten angekündigt, den Verfassungsrat wegen des Textes anrufen zu wollen.

In den vergangenen Wochen waren die Infektionszahlen in Frankreich rapide angestiegen. Zuletzt lag die registrierte Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner landesweit bei etwa 2829.

Aus Protest gegen die geplanten Einschränkungen sowie die Corona-Politik der Regierung waren am Samstag in verschiedenen französischen Städten etwa 54.000 Menschen auf die Straße gegangen. Für Aufsehen sorgte dabei ein Foto rechter Demonstranten, die ihre Arme schräg nach oben streckten – aus Sicht mancher Beobachter zum Hitlergruß. Innenminister Gérald Darmanin schrieb, dass auf sein Bitten hin die Justiz informiert worden sei.

Bericht: Bundeswehr leitet dutzende Verfahren gegen Impfverweigerer ein

17.55 Uhr: Nach der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in ihren Reihen hat die Bundeswehr einem Bericht zufolge dutzende Disziplinarverfahren gegen Soldaten eingeleitet, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen. Laut internen Zahlen des Verteidigungsministeriums liefen derzeit zwischen 50 und 60 Verfahren gegen Soldaten, die trotz der so genannten Duldungspflicht die Impfung ablehnten, berichtete der "Spiegel" am Sonntag.

Marcel Kusch/dpa/Symbolbild Bundeswehrsoldaten stehen mit überkreuzten Händen zusammen.  

Die bisher nicht bekannte Zahl der eingeleiteten Verfahren gegen Impfverweigerer nannte das Ministerium laut "Spiegel" in einer vertraulichen Sitzung des Verteidigungsausschusses. Für die rund 180.000 Soldaten und Soldatinnen gelte das Ablehnen der Impfung als Befehlsverweigerung. Zunächst drohten den Verweigerern in Uniform Disziplinarstrafen, berichtete das Magazin. Letztlich könne die Verweigerung der Impfung aber auch auf einen Ausschluss aus der Truppe hinauslaufen. 

Der Militär-Geheimdienst MAD ermittle derzeit gegen mehrere Soldaten, die als radikale Impfverweigerer aufgefallen seien, heißt es in dem Bericht weiter. Einige pflegten Verbindungen zur so genannten Querdenker-Szene. MAD-Chefin Martina Rosenberg habe im Verteidigungsausschuss berichtet, mehrere der verdächtigt.

Knapp drei Wochen vor Olympia: Peking meldet ersten Omikron-Fall

17.39 Uhr: Knapp drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking hat die chinesische Hauptstadt erstmals einen Fall der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus registriert. Insgesamt meldeten die Gesundheitsbehörden am Sonntag 65 Infektionen für ganz China. Trotz der weiterhin niedrigen Zahlen dürfte Omikron kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests, Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe stellen.

Kevin Frayer/Getty Images ARD-Korrespondentin über Olympia in Peking: ‚Die Spiele sind eine Regierungsveranstaltung‘  

Derzeit haben neben Peking bereits mindestens vier andere Landesteile Infektionen der hochansteckenden Virusvariante gemeldet, darunter die benachbarte Küstenstadt Tianjin, sowie mehrere Millionenstädte in den Privinzen Henan, Liaoning und Guangdong. Am 4. Februar sollen in Peking die Winterspiele mit einem strengen Corona-Konzept beginnen. Sämtliche Teilnehmer des Sportereignisses werden vom Rest der Bevölkerung abgeschirmt, um Infektionen außerhalb der Olympia-Blase zu vermeiden.

Österreich wil Corona-Impfpflicht wie geplant im Februar einführen

12.40 Uhr: In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten. So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Regierung am Sonntag vorstellte. Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Straßenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen.

Das Gesetz gilt für alle Menschen mit Wohnsitz in Österreich. Ausnahmen sind für Schwangere und Menschen vorgesehen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Genesene sollten für 180 Tage ausgenommen sein.

Das Parlament soll das Gesetz am Donnerstag (20. Januar) beschließen. Das gilt als Formsache, weil die Regierungskoalition aus der konservativen ÖVP und den Grünen über die nötige einfache Mehrheit verfügt.

Lauterbach: Corona-Impfpflicht sollte drei Dosen umfassen – Gesundheitsminister warnt vor neuen Mutationen

08.30 Uhr: Eine Impfpflicht gegen das Coronavirus sollte nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach drei Spritzen umfassen. "Eine vollständige Impfung besteht aus drei Dosen. Vollständig Geimpfte sind gegen alle Corona-Varianten – zumindest vor schwerer Krankheit und Tod – geschützt. Daran muss sich die Impfpflicht orientieren", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag".

Die Wissenschaftler weltweit seien sich einig, dass die Entstehung einer Variante, gegen die man als dreifach Geimpfter keinen Schutz habe, äußerst unwahrscheinlich sei. Gleichzeitig warnte der Minister: "Das Varianten-Alphabet wird nicht mit Omikron enden." Es sei gut möglich, dass man im Herbst mit einem mutierten Delta-Typ umgehen müsse. Wer jetzt als Ungeimpfter an Omikron erkranke, hätte im Herbst gegen eine neue Delta-Variante wahrscheinlich einen Infektionsschutz von deutlich unter 50 Prozent, meinte er. "Ohne zusätzliche Impfungen wären diese Menschen dann stark gefährdet. Es führt daher kein Weg an der Impfung vorbei", so Lauterbach.

Geplant ist, dass der Bundestag ohne Fraktionszwang über eine mögliche Impfpflicht abstimmt. Erwartet wird, dass sich Parlamentarier über Parteigrenzen hinweg zusammentun und entsprechende sogenannte Gruppenanträge vorlegen, über die dann abgestimmt wird.

Gleichzeitig warnte der Minister vor neuen Mutationen: "Das Varianten-Alphabet wird nicht mit Omikron enden." Es sei gut möglich, dass" wir es im Herbst mit einem mutierten Delta-Typ zu tun bekommen". Wer jetzt als Ungeimpfter an Omikron erkranke, hätte im Herbst gegen eine neue Delta-Variante wahrscheinlich einen Infektionsschutz von deutlich unter 50 Prozent. "Ohne zusätzliche Impfungen wären diese Menschen dann stark gefährdet. Es führt daher kein Weg an der Impfung vorbei", so Lauterbach.

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