Noch infektiöser als Delta? Neue Corona-Mutation AY.3 breitet sich in den USA aus

Noch infektiöser als Delta? Neue Corona-Mutation AY.3 breitet sich in den USA aus

In den USA grassiert offenbar eine neue Variante des Coronavirus. AY.3 – eine Unterart der derzeit dominanten Delta-Variante – macht dort bereits zwölf Prozent der Fälle aus. Laut Wissenschaftlern könnte die Mutation womöglich noch ansteckender sein.

Es gebe „definitiv erste klare Anzeichen für eine potenziell besorgniserregende Variante“. So beschreibt die britisch-deutsche Mathematikerin Christina Pagel die Verbreitung von AY.3 in den USA. Dabei handelt es sich um eine neu aufgetretene Variante des Coronavirus, einen Unterstrang von Delta. FOCUS Online sagt, was bisher über das neue Virus bekannt ist.

1. Welche Mutationen weist das Virus auf?

Basierend auf genomischen Merkmalen wurde die Delta-Variante bereits in der Vergangenheit in drei Unterlinien unterteilt: AY.1, AY.2 und AY.3. Virusvarianten und deren Subtypen unterscheiden sich anhand der Mutationen, die die jeweiligen Erreger an strukturell wichtigen Stellen aufweisen. Diese können womöglich die Eigenschaften des Virus beeinflussen.

AY.3 weist unter anderem die Mutationen L452R und T487K auf, welche auch bei der ursprünglichen Delta-Variante B.1.617.2 vorkommen. Was das für die Eigenschaften des Virus bedeutet, ist noch unklar. RKI Anteil der Virusvarianten in Deutschland.

Weltweit tauchte die Linie laut dem Portal „Cov-Lineages“ bis Ende Juli bereits in mindestens 24 Ländern auf. Unter den „global report investigating novel coronavirus haplotypes“ bildet das Portal die Verbreitung der Varianten auf der Welt ab. Dabei handelt es sich um ein Forschungsprojekt, an dem unter anderem Wissenschaftler der Universitäten Edinburgh und Oxford beteiligt sind. Cov-Lineages Weltweite Verbreitung von AY.3 bis Ende Juli.

3. Was ist über die Infektiösität der Variante bekannt?

Daten aus Großbritannien zeigen laut Mathematikerin Pagel, dass die Dominanz von Delta in England in den vergangenen Wochen leicht abgenommen hat. „Was nicht unbedingt besorgniserregend wäre – außer, dass dieser Rückgang fast ausschließlich auf einen schnellen Anstieg von AY.3 zurückzuführen ist“, analysiert Pagel. Das legt zumindest den Verdacht nahe, dass die Variante noch infektiöser sein könnte als die bisher dominante Form.

Neurowissenschaftler Henk-Jan Westeneng bezeichnet diesen leichten Abfall als etwas, „das anzeigt, dass etwas anderes schneller wächst“. Dabei handele es sich auch aus seiner Sicht „höchstwahrscheinlich um AY.3“. Esslust Sehen Sie im Video: Ist schnell gemacht: Der beeriger Skyr-Smoothie ist fruchtig, frisch und kalorienarm

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