Neu-Infektionen sinken weiter: Nicht mal 2000 neue Fälle in Deutschland

Neu-Infektionen sinken weiter: Nicht mal 2000 neue Fälle in Deutschland

Das Coronavirus breitet sich aus: In Deutschland sind bereits 3218 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben, 128.514 sind derzeit mit dem Virus infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als 1,7 Millionen Corona-Fälle registriert. Mittlerweile verzeichnen die USA die meisten Fälle. Alle Informationen zur Corona-Krise finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

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Schon vor Corona-Gipfel sollen Eckpunkte feststehen – Söder stellt sich gegen NRW-Vorschlag

Topmeldung (07.10 Uhr): Bereits vor dem heutigen Corona-Gipfel sollen sich die Staatskanzleien der Länder mit dem Kanzleramt auf einige Eckpunkte geeinigt haben, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.

  • Unter anderem sollen die Kontaktsperren und Reiseverbote bis zum 3. Mai bestehen bleiben
  • Läden bis 400 Quadratmeter sollen ähnlich wie in Österreich zuerst öffnen dürfen: Das würde unter anderem für Boutiquen, Auto- oder Möbelhäuser gelten. Ob auch Parks oder Museen davon betroffen sind, sei derzeit noch unklar, so die Zeitung. Ein genaues Datum für diese schrittweise Öffnung wird nicht genannt.
  • Um die Fußball-Bundesliga fortsetzen zu können, sollen „Geisterspiele“ erlaubt werden. Auch Gesundheitsminister Spahn soll sich intern für Geisterspiele ausgesprochen haben – allerdings nur unter sehr strikten Hygieneauflagen, berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf Regierungskreise. Spahn hält diese demnach für "möglich und auch wichtig für die Millionen Fußballfans angesichts der sonstigen Entbehrungen“.
  • Die Maskenproduktion in Deutschland soll deutlich gesteigert werden
  • Bei der Maskenpflicht herrsche noch Uneinigkeit zwischen den Ländern

Söder stellt sich gegen NRW-Vorschlag

Ein heikles Thema bleibt weiterhin das Thema Schulen. Die Kultusminister der Länder sollen sich bis zum 4. Mai darüber einigen, wann die Schulen wieder geöffnet werden. Anders als Nordrhein-Westfalen lehnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder etwa eine zeitnahe Öffnung der Schulen nach den Osterferien wegen der andauernden Corona-Pandemie ab. "Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen", sagte der CSU-Chef am Dienstagabend im "heute-journal" des ZDF. Skeptisch sehe er auch, dass Grundschulen als Erstes geöffnet werden sollen. "Da habe ich eine grundlegend andere Auffassung."

"Bei den Abschlussprüfungen, glaube ich, kann man großzügig sein, denn die Schülerinnen und Schüler brauchen ja einen Abschluss auch für den weiteren Berufsweg", sagte Söder in den ARD-"Tagesthemen". Hier ließen sich auch Schutzmaßnahmen deutlich besser organisieren. Generell sei die Politik hier gut beraten, auf die Warnungen der Pädagogen vor zu frühen Schulöffnungen zu hören. "Weniger Hektik, ein bisschen mehr Geduld und Besonnenheit könnte allen helfen." dpa/Sven Hoppe/dpa/Pool/dpabild Markus Söder (CSU) blickt in die Kamera.

Söder distanziert sich damit von der Ankündigung aus Nordrhein-Westfalen, schon nach dem Ende der Osterferien am 19. April die Schulen schrittweise öffnen zu wollen, und von einer Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Grundschulen mit als Erstes wieder zu öffnen. Baden-Württemberg will, dass die Schulen frühestens am 27. April wieder sukzessive ihren Betrieb aufnehmen.

Reproduktionszahl als wichtiger Maßstab

Ein wichtiger Maßstab für die Lockerung der Corona-Maßnahmen ist dabei generell die Reproduktionszahl. Die Zahl zeigt an, wie viele weitere Personen ein Infizierter ansteckt. Laut Robert-Koch-Institut liegt sie derzeit in Deutschland bei 1,2 – soll aber unter 1 gedrückt werden. Von dieser Zahl sei auch abhängig, ob die beschlossenen Lockerungen wieder aufgehoben werden, wenn die Infektionen steigen, schreibt die „Bild“-Zeitung. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen künftig im 14-Tage-Rhythmus über die Lockerungen diskutieren und sie gegebenenfalls anpassen.

Trump dreht WHO mitten in Corona-Krise den Geldhahn zu

Topmeldung (05.36 Uhr): Mitten in der Coronavirus-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump einen Stopp der Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranlasst. Trump machte die Organisation am Dienstagabend (Ortszeit) für die Vielzahl an Toten mitverantwortlich.

Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und rund um die Welt verbreitet, sagte Trump im Rosengarten des Weißen Hauses. Seine Regierung werde in den kommenden 60 bis 90 Tagen prüfen, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe. So lange lägen die Zahlungen auf Eis. Alex Brandon/AP/dpa

Fast zehn Minuten trug Trump seine vernichtende Kritik an die Adresse der WHO vor. "Eine der gefährlichsten und kostspieligsten Entscheidungen der WHO war die katastrophale Entscheidung, sich gegen Reisebeschränkungen aus China und anderen Ländern auszusprechen", sagte er. "Zum Glück war ich nicht überzeugt und setzte Reisen von China aus und habe damit unzählige Leben gerettet. Tausende und Abertausende Menschen wären gestorben."

Ende Januar verhängten die USA ein Einreiseverbot für ausländische Reisende aus China. Andere Länder hätten die Empfehlungen der WHO dagegen befolgt und damit "die Pandemie auf der ganzen Welt beschleunigt", behauptete Trump. "Die Entscheidung anderer großer Länder, das Reisen offen zu halten, war eine der großen Tragödien und verpassten Chancen in der ersten Zeit."

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 25.289 (756 Todesfälle)
  • Bayern: 33.913 (891 Todesfälle)
  • Berlin: 4776 (62 Todesfälle)
  • Brandenburg: 2118 (65 Todesfälle)
  • Bremen: 497 (21 Todesfälle)
  • Hamburg: 3925 (59 Todesfälle)
  • Hessen: 6179 (147 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 623 (11 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 8070 (223 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 27.206 (661 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 4939 (77 Todesfälle)
  • Saarland: 2167 (64 Todesfälle)
  • Sachsen: 3915 (74 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1225 (26 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 2162 (49 Todesfälle)
  • Thüringen: 1510 (32 Todesfälle)

Gesamt: 14.04., 20.09 Uhr: 128.514 (3218 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 13.04., 20.00 Uhr: 126.608 (2994 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Hinweis: Die Zahlen des Robert-Koch-Instituts weichen von jenen durch FOCUS Online erhobenen ab. FOCUS Online erhebt seine Zahlen bei den Gesundheitsministerien der Länder direkt.

 

Gemeldete Coronavirusfälle in Deutschland (klicken Sie auf Ihr Bundesland)

 
 

Mehr Informationen im News-Ticker:

Nach Corona-Schließung: Erste Schulen in Dänemark öffnen wieder

09.20 Uhr: Während in Deutschland noch diskutiert wird, haben in Dänemark am Mittwoch nach einmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie die ersten Schulen wieder geöffnet. Allerdings nahmen nur rund die Hälfte der Grundschulen des Landes und 35 Prozent der Einrichtungen in der Hauptstadt Kopenhagen den Unterricht wieder auf. Die übrigen hatten um mehr Zeit gebeten, um sich auf die neuen Hygiene-Regeln einzustellen. Bis kommenden Montag sollen alle Grundschulen des Landes wieder öffnen. Dänemark ist das erste Land in Europa, das seine Grundschulen und Kitas wieder öffnet. Diese waren seit dem 12. März geschlossen. Vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Schulbänken, in die Pause dürfen die Schüler nur in kleinen Gruppen.

Fast 450 Infizierte: Fleischfabrik in South Dakota geschlossen – Fleischversorgung stockt

09.10 Uhr: Ein massiver Covid-19-Ausbruch bringt die Fleischproduktion im US-Bundesstaat South Dakota in Schwierigkeiten. Nachdem in einer Fleischfabrik der Firma Smithfield Foods in Sioux Falls 438 Arbeiter an dem Coronavirus erkrankt sind, wurde die Produktionsstätte umgehend geschlossen. Das berichtet „NPR“-News. Trotz Drängens mehrerer Städte des Bundesstaats verzichtet die republikanische Regierung von South Dakota um Gouverneurin Kristi Noem bisher immer noch auf eine landesweite „Stay-At-Home-Order“, eine Ausgangsbeschränkung. Paul TenHaken, Bürgermeister von Sioux Falls, nennt den Ausbruch in der Fabrik und seiner Stadt „eine Explosion“. Er verlangt Maßnahmen: „Das Zeitfenster für die Eindämmung des Virus wird jetzt immer kürzer.“

Der Chef von Smithfield Foods, Kenneth M. Sullivan, macht sich indes Gedanken um die Versorgung des Bundesstaats: „Die Schließung der Fabrik in Verbindung mit einer wachsenden Liste weiterer Schließungen lässt unsere Industrie ins Stottern geraten.  Es ist unmöglich, unsere Lebensmittelläden zu versorgen, wenn die Fabriken nicht laufen.“

Schere zwischen Genesenen und aktuell Infizierten geht in Deutschland weiter auseinander

05.36 Uhr: Am Osterwochenende war die Zahl der Geheilten in Deutschland laut RKI erstmals höher als jene der aktuell mit Corona Infizierten. Derzeit gibt das RKI 125.098 Fälle an. 68.200 Menschen in Deutschland gelten als genesen. Das RKI verzeichnet zudem 2969 Tote. Damit liegt die Zahl der derzeit Erkrankten bei 53.929 und damit deutlich unter der Marke der Genesenen.

Zahlreiche Covid-19-Infektionen auf Krebsstationen des UKE

23.59 Uhr: Am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) haben sich im hochsensiblen Bereich der Krebsstationen mehrere Patienten und Mitarbeiter mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. "Im Bereich der Onkologie sind in der vergangenen Woche rund 20 Patientinnen und Patienten sowie rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschiedlicher Berufsgruppen Covid-19-positiv getestet worden", erklärte UKE-Sprecherin Saskia Lemm am Dienstagabend auf Anfrage. Die zuständigen Behörden seien informiert worden. "Einige dieser Patienten werden entsprechend noch im UKE betreut, andere sind in die Häuslichkeit entlassen worden."

Nach Bekanntwerden der ersten Infektion seien alle Patienten der onkologischen Stationen auf Covid-19 getestet worden. Infizierte seien umgehend auf spezielle Covid-19-Stationen außerhalb des Zentrums für Onkologie verlegt und dort isoliert untergebracht worden. Mitarbeiter der betroffenen Stationen seien einem ausgedehnten Screening unterzogen worden. Die genauen Wege der Infektion würden derzeit aufgearbeitet, könnten aber nicht auf eine einzelne Person zurückgeführt werden, betonte Lemm. Laut einem Bericht des "Spiegel", der zuerst über den Fall berichtet hat, gehen die Infektionen auf eine infizierte Reinigungskraft zurück.

Corona-Fallzahl steigt in Deutschland um nicht mal 2000 – mehr als 3000 Tote

23.11 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten liegt in Deutschland nun bei 128.514. Das sind lediglich 1906 mehr als am Vortag. Von Sonntag auf Montag betrug die Zahl noch mehr als 2350, was wiederum auch schon die niedrigste Zahl seit Wochen war. Die Zahl der Toten stieg um 224 auf 3218.

Paris bestellt chinesischen Botschafter wegen Corona-Äußerungen ein

22.36 Uhr: Nach kritischen Äußerungen über den Umgang der europäischen Länder mit der Corona-Pandemie ist der chinesische Botschafter in Paris von der französischen Regierung einbestellt worden. Er habe seine "Missbilligung" über "einige kürzlich gemachte Äußerungen von Vertretern der chinesischen Botschaft in Frankreich deutlich gemacht", teilte Außenminister Jean-Yves Le Drian am Dienstagabend mit. Diese Äußerungen stünden "nicht im Einklang mit der Qualität der bilateralen Beziehungen" zwischen Frankreich und China.

"Es gibt keinen Raum für Polemik – und Frankreich setzt sich nachdrücklich für Einheit, Solidarität und größtmögliche internationale Zusammenarbeit ein", erklärte Le Drian mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Am Sonntag hatte die chinesische Botschaft in Paris auf ihrer Internetseite einen Text mit dem Titel "Wiederherstellung verzerrter Tatsachen – Beobachtungen eines in Paris stationierten chinesischen Diplomaten" veröffentlicht. Der Diplomat, der in dem Text nicht namentlich genannt wurde, kritisiert darin unter anderem den Umgang Europas und der USA mit der Corona-Pandemie. Unter anderem wird die Behauptung geäußert, Beschäftigte von französischen Altersheimen hätten, "ihre Posten über Nacht aufgegeben und ihre Bewohner an Hunger und Krankheit sterben lassen".

Erstmals mehr als 100 Corona-Tote binnen 24 Stunden in der Türkei

22.01 Uhr: Erstmals seit Beginn der Corona-Krise sind in der Türkei innerhalb von 24 Stunden mehr als hundert Menschen an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Es seien 107 Todesfälle und 4062 Neu-Infektionen registriert worden, teilte am Dienstagabend Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit. Er rief die Türken auf, die von der Regierung verhängten Ausgangs- und Kontaktsperren "ohne jede Ausnahme" einzuhalten.

Insgesamt haben sich in der Türkei damit mehr als 65.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 1403 von ihnen starben. Um die Verbreitung des Virus einzudämmen, hat die Regierung strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt. Außerdem verabschiedete das Parlament am Montagabend wegen der Corona-Pandemie ein Gesetz zur Freilassung zehntausender Gefangener; von der Entscheidung sind politische Gefangene aber ausgeschlossen.

Höchste Corona-Totenzahl in Frankreich innerhalb eines Tages

21.06 Uhr: Mit mehr als 760 neuen Todesfällen hat Frankreich die bislang höchste Zahl an Covid-19-Todesfällen innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Behörden meldeten am Dienstag 762 neue Todesfälle, womit die Gesamtzahl der Toten auf insgesamt 15.729 stieg. 5470 Menschen starben demnach allein in Altenheimen. Landesweit seien mehr als 100.000 Infektionsfälle bestätigt worden, sagte der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon.

Die Zahl der Intensivpatienten sei am sechsten Tag in Folge um 91 auf 6730 gesunken, sagte Salomon weiter. Trotzdem bleibe die Zahl der schwer erkrankten Menschen sehr hoch. Frankreich ist eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Staatspräsident Emmanuel Macron hat die seit Mitte März geltende landesweite Ausgangssperre bis zum 11. Mai verlängert.

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