Monopolkommission verlangt Aufhebung der Rx-Preisbindung

Monopolkommission verlangt Aufhebung der Rx-Preisbindung
Die Monopolkommission sieht in der derzeitigen Diskussion umdie Zukunft des Apothekenmarktes offenbar eine Chance, nochmals ihre Wünschenach Deregulierung unterzubringen. Die Expertenrunde hat in zwei ZeitungenForderungen platziert, nach denen die Rx-Preisbindung zumindest teilweiseaufgehoben werden soll – auch für inländische Apotheken. Das Ziel derKommission: Mehr Preiswettbewerb unter den Apotheken. Außerdem soll es neueHonorarbestandteile geben, die unter den Apotheken ausgeschrieben werden.

Am morgigen Dienstag besucht Bundesgesundheitsminister JensSpahn (CDU) die ABDA-Mitgliederversammlung. Wie schon zuvor angekündigt, willer den Apothekern dort mitteilen, welche Pläne er für den Apothekenmarkt hat. Esgeht um die großen Themen Versandhandel und das Apothekenhonorar. Aber auch diePTA-Ausbildung, die Botendienste oder der Nacht- und Notdienstfonds sowiepharmazeutische Dienstleistungen könnten eine wichtige Rolle spielen.

Spahns Konzept dürfte mittlerweile ausformuliert imBundesgesundheitsministerium vorliegen. Trotzdem hält es die Monopolkommissionoffenbar für möglich, der Debatte noch ihre Sichtweise aufzudrücken. Dennsowohl die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ als auch die „Welt“ berichten amheutigen Montag aus einem Papier der Kommission, in dem es um die Deregulierungder Apothekenpreise geht. Konkret fordert die Monopolkommission die Streichungder Rx-Festpreise und damit die Möglichkeit, dass „Rabatte bis zur Höhe derZuzahlung gesetzlich Versicherter“ gegeben werden können.

Der Vorsitzende der Kommission, Achim Wambach, erklärtseinen Wunsch nach freien Preisen so: „Bundesweit feste Preise sind keingeeignetes Instrument, um regional Probleme zu beheben.“ Eventuelle regionaleVersorgungsprobleme sollten – so Wambach in der FAZ – mit „regional wirkendenInstrumenten“ bekämpft werden. Sein Lösungsvorschlag: Apothekenzuschläge, dieunter Apothekern ausgeschrieben werden. Konkret sollen sich die Apotheker mitihren Abgabepreisen um die Zuschläge bewerben – die Bewerber, die diegeringsten Subventionen verlangen, bekommen den Zuschlag.

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