Mit diesen Methoden tricksen Sie Ihren Körper aus, um weniger zu frieren

Mit diesen Methoden tricksen Sie Ihren Körper aus, um weniger zu frieren

Wer Heizkosten sparen möchte, der muss sich auch zu Hause wärmer anziehen. Doch bei frösteligen Menschen hilft auch das nicht. Mit ein paar Tricks können Sie versuchen, Ihr eigenes Kälteempfinden ändern und somit weniger frieren.

Sie haben es sicher schon einmal gehört. Und es ist wahr: Man kann im Schnitt sechs Prozent des Energieverbrauchs sparen, wenn die Temperatur nur um ein Grad abgesenkt wird, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Das Problem: Jeder Mensch hat ein anderes Temperaturempfinden. Der eine friert bei 20 Grad, während die andere bei diesem Wert schon den Pulli auszieht. Doch welche Temperaturen empfehlen eigentlich Energie- und Umweltexperten?

20 bis 22 Grad für Wohnräume wie das Wohn- und Esszimmer sowie für Kinderzimmer und Arbeitsraum, lautet der übliche Tipp. Das erreicht man mit Stufe 3 am mechanischen Thermostat. Im Schlafzimmer reichen die Empfehlungen von 16 bis 18 Grad, das entspricht Stufe 2.

Auch in der Küche kann etwas weniger geheizt werden, denn hier produziert man beim Kochen und Backen sowieso Wärme. 18 Grad werden in der Regel genannt (Stufe 2 bis 3). In weniger genutzten Räumen reichen 16 Grad (Stufe 2) aus – aber nicht weniger, sonst droht auf Dauer Schimmelbildung, warnt das Umweltbundesamt.

Foto: picture alliance / dpa Mit einer Tasse Tee kann man es sich schön gemütlich machen.

Trick 1: Körper austricksen

„Wenn man etwas Heißes trinkt, bedeutet das nicht, dass sich der gesamte Körper aufwärmt“, sagt Brandes, der auch Generalsekretär der Deutschen Physiologischen Gesellschaft ist. „Sondern nur, dass Wärmerezeptoren im Bauch angesprochen werden, unser Gehirn reizen und eine Reaktion auslösen.“ So bekommen wir das Gefühl, unser Körper sei warm. Doch in Wirklichkeit haben wir nur warme Flüssigkeit im Magen.

Dasselbe Prinzip gilt, wenn man sich mit einer Wärmesalbe einschmiert oder ein scharfes Curry isst. Denn die Hitzerezeptoren reagieren auch auf Pfeffer und Chili. Als Folge vermelden sie Wärme, obwohl sich an der Kerntemperatur des Körpers nicht wirklich etwas getan hat.

IMAGO/Roman Möbius Selbst ein kleiner Luftzug kann schon dafür sorgen, dass es einem kälter vorkommt.  

Trick 2: Zugluft vermeiden

Manchmal ist es auch unsere Umgebung, die für Unterschiede in unserem Temperaturempfinden sorgt. „Alles, was dafür sorgt, dass wir mehr Wärme verlieren, lässt uns dann schneller frieren“, sagt Brandes.

Ein Beispiel dafür ist Zugluft. In einer windstillen Umgebung bildet sich um den Körper eine Wärmeschicht. Kommt nun Wind auf, weht die warme Luft um den Körper – ganz plakativ gesagt – weg. Wir frieren schneller. Dieses Phänomen ist auch als Windchill-Effekt bekannt.

Zumindest zu Hause kann man versuchen, diesen Effekt einzudämmen. So kann man zum Beispiel ein undichtes Fenster abdichten, durch das ein kaum bemerkbarer Luftstrom die Haut kühlt. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft „co2online“ rät etwa, die Spalten zwischen Fenster und Rahmen mit einem Schaumdichtungsband oder einer Gummidichtung aufzufüllen.

Auch Haustüren lassen oft kalte Luft durch. Ein Türstopper, etwa eine Stoffschlange, ist eine Lösung. Sie muss aber immer wieder hin- und weggelegt werden. Eine Gummilippe, die man unten an der Tür anbringt, oder der sogenannte Kältefeind, sind praktischere Alternativen.

Trick 3: Anderen Platz suchen

Manchmal kann es schon helfen, sich an einen anderen Ort im Zimmer zu setzen: Laut Umweltbundesamt fühlt sich ein Mensch wohler, je näher die eigene Körpertemperatur der Temperatur der Raumflächen um ihn herum ist. Das fühlt man im Winter zum Beispiel, wenn man neben einem kalten Fenster sitzt: Hier fühlt man sich schnell unbehaglicher als im Rest des beheizten Raumes.

Christin Klose/dpa-tmn Das Kälteempfinden ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Übrigens: Man kann sein Kälteempfinden durchaus trainieren. Ein Tipp, den man in diesem Zusammenhang oft liest: kalt duschen. „Das härtet sicherlich ab und hat auch verschiedene positive Effekte auf die Gesundheit“, sagt Brandes. Ob jedoch kurzes, kaltes Duschen das Kälteempfinden nachhaltig reduziert, ist nicht untersucht.

An Kälte kann sich der Körper nur gewöhnen, wenn er ihr regelmäßig ausgesetzt ist. Aber es gibt Grenzen. „Wenn die Temperatur im Körperkern absinkt, müssen wir unweigerlich frieren, damit wir nicht erfrieren“, sagt Ralf Brandes. Das zeigt sich etwa in Form von Muskelzittern, durch das der Körper Wärme produziert.

Wichtig ist deshalb auch, den Wärmeverlust des Körpers in Grenzen zu halten. Und dabei hilft schon eine Mütze entscheidend. Denn: Die Temperatur des Gehirns ist mit durchschnittlich 38,5 Grad etwas höher als die durchschnittliche Körpertemperatur. Eine Mütze ist schnell aufgesetzt – und sorgt dafür, dass wir weniger Wärme über den Kopf verlieren.

Mit dem „Wintermodus“ dichten Ihre Fenster schlagartig besser ab

CHIP/Wochit Mit dem „Wintermodus“ dichten Ihre Fenster schlagartig besser ab  

Quelle: Den ganzen Artikel lesen