Mehr als 90.000 Infizierte in Deutschland – Zahl der Todesfälle steigt um 166

Mehr als 90.000 Infizierte in Deutschland – Zahl der Todesfälle steigt um 166

Das Coronavirus breitet sich in Deutschland aus: 1318 Menschen sind bereits gestorben, 91.314 sind mit Covid-19 infiziert. Weltweit wurden bereits mehr als eine Million Fälle registriert. Mittlerweile verzeichnen die USA mit mehr als 266.000 Fällen die meisten Corona-Fälle weltweit. Alle Informationen zur Corona-Krise finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

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Trump rechnet mit "sehr vielen Toten" und schickt Militärärzte nach New York "in den Krieg"

Topmeldung (07.31 Uhr): US-Präsident Donald Trump hat die Bevölkerung angesichts der Coronavirus-Pandemie auf "sehr schreckliche" Zeiten eingestimmt. Die kommende Woche werde wahrscheinlich die härteste, sagte Trump am Samstag. In den USA haben sich inzwischen mehr als 311.000 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt, mehr als 8300 Menschen starben. Trump kündigte an, tausend Militärärzte und -pfleger in die besonders betroffene Stadt New York zu schicken.

Es werde sehr viele Tote geben, sagte Trump beim täglichen Pressebriefing im Weißen Haus in Washington. Zugleich betonte er, dass die USA nicht auf Dauer zum Stillstand kommen könnten. "Wir werden unser Land nicht zerstören." Er fügte hinzu: "An einem bestimmten Punkt werden einige harte Entscheidungen zu treffen sein."

Alleine in New York City gibt es mehr als 63.300 Corona-Fälle. Nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo haben sich 85.000 Freiwillige gemeldet, um den Kampf gegen das Coronavirus in dem Bundesstaat zu unterstützen. US-Präsident Trump sagte, die tausend Militärärzte und -pfleger zögen "in den Krieg".

Der Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio, rief alle ausgebildeten Fachkräfte in der Stadt zu Hilfseinsätzen in den Krankenhäusern auf. "An alle, die noch nicht an diesem Kampf teilnehmen – wir brauchen Euch", sagte er in einem auf Twitter verbreiteten Video. Sein Appell richte sich an Ärzte, Krankenpfleger und Atemtherapeuten. Nach Angaben des Bürgermeisters benötigt die Stadt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im April und Mai 45.000 zusätzliche Fachkräfte.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 18.515 (363 Todesfälle)
  • Bayern: 23.049 (370 Todesfälle)
  • Berlin: 3626 (24 Todesfälle)
  • Brandenburg: 1388 (24 Todesfälle)
  • Bremen: 388 (6 Todesfälle)
  • Hamburg: 2882 (14 Todesfälle)
  • Hessen: 4325 (48 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 523 (5 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 5764 (89 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 19.405 (250 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 3627 (33 Todesfälle)
  • Saarland: 1410 (21 Todesfälle)
  • Sachsen: 2843 (32 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 921 (12 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 1568 (17 Todesfälle)
  • Thüringen: 1080  (10 Todesfälle)

Gesamt: 04.04., 20.00 Uhr: 91.314 (1318 Todesfälle)

Stand vom Vortag: 03.04., 20.25 Uhr: 85.432 (1152 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

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Kanzleramtschef: Höhepunkt der Corona-Krise kommt erst noch

08.55 Uhr: Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sieht den Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland noch nicht erreicht. "Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns", sagte Braun der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (F.A.S.). Die Aufgabe der Bundesregierung sei es, "uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten".

Seiner Ansicht nach sei der Maßstab für die Fortsetzung oder Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche, "dass sich in gleichen Zeitabständen weniger Menschen infizieren". Vor Beginn der jetzigen Einschränkungen habe es eine "Verdoppelung alle drei Tage" gegeben. Um aber das Gesundheitswesen nicht zu überfordern, müssten die Verdopplungszeiten bei deutlich über zehn Tagen liegen. "Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage", betonte Braun. 

Queen hält wegen Corona vierte Ansprache überhaupt ans Volk

Sonntag, 5. April, 07.26 Uhr: Königin Elizabeth II. (93) ruft die Briten dazu auf, der Coronavirus-Pandemie mit charakteristisch britischer Selbstdisziplin und stiller Entschlossenheit zu begegnen. "Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren alle stolz darauf sein können, wie sie mit dieser Herausforderung umgegangen sind", wird die Queen am Sonntagabend in einer Ansprache an das britische Volk und den Commonwealth sagen. Das geht aus Rede-Auszügen hervor, die vorab vom Buckingham-Palast veröffentlicht wurden. Die Ansprache gilt als Zeichen, dass die Regierung zunehmend über die rasch wachsende Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 beunruhigt ist.

Das britische Gesundheitsministerium verzeichnete am Samstag mit 708 Toten die bislang höchste Zahl an Todesfällen innerhalb eines Tages. Insgesamt starben in britischen Krankenhäusern bisher 4313 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19, darunter auch ein fünf Jahre altes Kind. Medienberichten zufolge soll es sich um das bisher jüngste Opfer der Corona-Pandemie in Großbritannien handeln.

Die Rede der Queen soll an diesem Sonntag um 20.00 Uhr (21.00 Uhr MESZ) ausgestrahlt werden. Darin werde die Königin auch den Mitarbeitern des nationalen Gesundheitsdienstes NHS sowie anderen Menschen danken, die in der Krise besonders gefordert sind, hieß es. Außergewöhnliche Ansprachen wie die jetzt hielt sie bisher erst drei Mal: 1991 zum Golfkrieg, 1997 zum Tod von Prinzessin Diana und 2002 nach dem Tod ihrer Mutter, "Queen Mum".

Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China – auch für Deutschland

22.54 Uhr: Im Rahmen seiner speziell für die Corona-Krise eingerichteten "Airbus-Luftbrücke" hat der europäische Flugzeugbauer erneut tausende von Schutzmasken aus China nach Europa gebracht. Die am Vortag in Toulouse in Richtung Tianjin zum Testflug gestartete Maschine vom Typ A350-1000 sei am Samstagabend mit rund vier Millionen Gesichtsmasken an Bord in Hamburg gelandet, teilte der Luftfahrtkonzern mit. Ein Teil der Masken bleibe in Deutschland, der Rest werde nach Toulouse geflogen zur weiteren Verteilung an Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen in den Airbus-Heimatländern Spanien, Frankreich und Großbritannien.

In den vergangenen Tagen habe das Unternehmen bereits mehrere Flüge zwischen Europa und China organisiert, um zahlreiche europäische Krankenhäuser mit rund sechs Millionen Masken auszurüsten, hieß es.

Mehr als 300.000 Corona-Infizierte in den USA

21.56 Uhr: In den USA gibt es inzwischen mehr als 300 000 bekannte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ging am Samstagnachmittag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Knapp 8200 Menschen starben demnach in den USA infolge der von dem Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19.

In den USA gibt es mit rund 300 915 Infektionen deutlich mehr bekannte Fälle als in jedem anderen Land der Welt. Das Virus verbreitet sich weiterhin rasant. Bislang sind der Bundesstaat New York und die gleichnamige Ostküstenmetropole am schlimmsten von der Epidemie betroffen. Allein dort gab es bislang rund 113 000 bekannte Infektionen und rund 3600 Tote.

Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

85 Prozent in vier Ländern: Mehr als 45.000 Corona-Tote in Europa

21.53 Uhr: In Europa sind bereits mehr als 45.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Bis Samstag wurden auf dem Kontinent 46.033 Corona-Tote registriert, wie eine Berechnung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Europa ist damit der am schwersten von der Pandemie betroffene Kontinent. Weltweit starben mehr als 60.000 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

Rund 85 Prozent der Todesfälle in Europa wurden aus Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien gemeldet. In Italien starben 15.362 Infizierte – so viele wie in keinem anderen Land der Erde. In Spanien wurden bislang 11.744 Todesopfer gezählt. 

In Frankreich erhöhte sich die Zahl der Corona-Toten binnen 24 Stunden auf 7560, wie die Gesundheitsbehörden am Samstag mitteilte. Rund 5500 von ihnen starben demnach in Krankenhäusern. Die übrigen Infizierten waren demnach in Altersheimen oder anderen medizinisch-sozialen Einrichtungen untergebracht. 

In Europas bevölkerungsreichstem Staat Deutschland starben bislang deutlich weniger Menschen durch die Pandemie. Das Robert-Koch-Institut gibt die Zahl der Corona-Toten mit 1158 an, die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore kommt auf 1330 Todesopfer hierzulande.

Das neuartige Coronavirus war im Dezember in China erstmals bei Menschen festgestellt worden. Seitdem breitete es sich rund um den Globus aus. Am Donnerstag überstieg die Zahl der weltweit offiziell gemeldeten Infektionen die Marke von einer Million.

Mehr als 90.000 Infizierte in Deutschland – Zahl der Todesfälle steigt um 166

20.00 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten nähert sich in Deutschland den 100.000. Stand jetzt melden die Bundesländer insgesamt 91.314 Fälle, knapp 6000 mehr als noch am Freitag. Die Zahl der Todesfälle stieg von 1152 auf 1318. Am stärksten betroffen sind weiterhin Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Schwangere Verlobte von Briten-Premier Johnson hat Covid-19-Symptome

19.29 Uhr: Die schwangere Verlobte des britischen Premierministers Boris Johnson, Carrie Symonds, hat nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 im Bett verbracht. Das teilte die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei am Samstag per Twitter mit. Getestet worden sei sie aber nicht. "Nach sieben Tage Ausruhen fühle ich mich stärker und bin auf dem Weg der Besserung", so Symonds. Schwanger zu sein mit Covid-19 sei offensichtlich beunruhigend, fügte sie hinzu und teilte eine Online-Infobroschüre mit ihren Followern. "Bitte lesen Sie und befolgen Sie die aktuellsten Leitlinien, die ich sehr beruhigend fand", schrieb sie.

Auch Johnson (55) leidet an Covid-19 und hält sich seit mehr als einer Woche alleine in Selbstisolation in seiner Dienstwohnung in der Downing Street auf. Er wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Noch am Freitag berichtete er von Fieber, das er erst auskurieren müsse, bevor er wieder in die Öffentlichkeit gehen könne. Johnson und Symonds hatten erst Ende Februar ihre Verlobung und die Schwangerschaft bekannt gegeben. Das gemeinsame Baby soll im Frühsommer auf die Welt kommen.

Italien meldet erstmals Rückgang der Corona-Intensivpatienten

19.25 Uhr: Erstmals seit gut einem Monat ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Intensivpatienten in Italien gesunken. 3994 Menschen würden derzeit auf Intensivstationen behandelt, 74 weniger als am Vortag, sagte Zivilschutz-Chef Angelo Borrelli am Samstag. "Das sind sehr wichtige Neuigkeiten, denn das verschafft unseren Krankenhäusern eine Atempause." In der besonders schwer betroffenen Region Lombardei konnten demnach etwa 50 Patienten die Intensivstation verlassen. 

Die Zahl der an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorbenen Menschen in Italien erhöhte sich am Samstag um 681 Tote auf knapp 14.700. Der Anstieg der Opferzahlen schwäche sich stetig ab, sagte Borrelli. Ende März seien noch fast tausend Tote innerhalb eines Tages registriert worden. 

Dies seien gute Neuigkeiten, sagte der Chef des nationalen Gesundheitsrats, Franco Locatelli. Italien habe die "kritische Phase" aber noch lange nicht überstanden. Die jüngste Entwicklung sei lediglich ein Anzeichen dafür, dass die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie Wirkung zeigten.

 

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