Für Trink- und Sondennahrung künftig Präqualifizierung erforderlich

Für Trink- und Sondennahrung künftig Präqualifizierung erforderlich

Ab 1. Januar 2020 ändern sich die Vorgaben zur Versorgung von Patient:innen mit Trink- und Sondennahrung – es ist künftig eine Präqualifizierung notwendig. Der Kriterienkatalog wurde nämlich um den Versorgungsbereich „Trink- und Sondennahrung“ ergänzt. Noch gültige Präqualifizierungen sind davon unberührt, bei der Re-Präqualifizierung sollten Apotheken, die weiterhin in diesem Bereich tätig sein wollen, darauf achten, den neuen Bereich mit zu beantragen. Sonst können sie keine Trink- und Sondennahrungen zulasten der GKV mehr abgeben.

Der Kriterienkatalog zur Präqualifizierung der Leistungserbringer gehört vermutlich nicht zur Lieblingslektüre der meisten Apothekenteams. Zu absurd muten die Voraussetzungen an, an die die Versorgung mit bestimmten Hilfsmitteln geknüpft ist. Für den einen oder anderen  ist das Grund genug, manche Bereiche einfach aufzugeben, zumal es sich ja im Regelfall nicht einmal lohnt. In diesen ungeliebten Katalog wurde nun ein neuer Versorgungsbereich aufgenommen, der die Apotheken leider auch betrifft. Er trägt die Bezeichnung 03F15 und beinhaltet Trink- und Sondennahrungen.

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Immer Ärger mit der Präqualifizierung

Ab 1. Januar 2022 können sich Apotheken für diesen Versorgungsbereich präqualifizieren lassen. Eine noch bestehende Präqualifizierung ist davon auch unberührt. Wird die Requalifizierung beantragt, sollten Apotheken, die weiterhin Trink- und Sondennahrung zulasten der GKV abgeben möchten, diesen Bereich mit ankreuzen, andernfalls kann keine enterale Ernährung mehr auf Rezept abgegeben werden.

Anforderungen überschaubar

Immerhin dürften die Anforderungen keine Apotheke vor größere Schwierigkeiten stellen. So kommen zum Beispiel Approbierte, PTA und Pharmazieingenieure als fachliche Leitung infrage. Sie müssen außerdem Muster bereithalten – und es ist ein Raum zur Beratung mit Sitzgelegenheit erforderlich. Die sachgerechte Lagerung muss natürlich ebenfalls möglich sein, ebenso wie die zeitnahe Versorgung und Beratung im häuslichen Umfeld.

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