Erste Erleichterungen für Geimpfte in NRW ab Montag

Erste Erleichterungen für Geimpfte in NRW ab Montag

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland könnte aus Sicht von Jens Spahn wohl ab Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr nötig sein. Markus Söder sprach sich vor dem Impfgipfel dafür aus, noch im Mai alle Impfstoffe für alle freizugeben. Alle Meldungen rund um das Impfen in Deutschland lesen Sie im Ticker von FOCUS Online.

Informationen zur Coronavirus-Impfung vom 30. April 2021

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Erste Erleichterungen für Geimpfte in NRW ab Montag

10.08 Uhr: In Nordrhein-Westfalen gelten von diesem Montag an erste Erleichterungen für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen. Wer geimpft oder bereits mit dem Virus infiziert gewesen sei, müsse dann etwa im Einzelhandel keinen negativen Schnelltest mehr vorweisen, teilte die Landesregierung am Samstag mit.

Saarland beschließt Erleichterungen für vollständig Geimpfte

19.36 Uhr: Das Saarland hat am Freitag in einer außerordentlichen Ministerratssitzung Erleichterungen für vollständig geimpfte und von einer Corona-Infektion genesene Menschen beschlossen. Diese würden künftig getesten Menschen gleichgestellt, teilte die Staatskanzlei am Abend mit. Für sie entfalle ab Montag die Testpflicht zum Beispiel für einen Friseurbesuch oder einen Einkauf in bestimmten Geschäften. Zudem entfalle eine Quarantänepflicht nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet, wenn es sich nicht um ein Gebiet mit einer Virusvariante handelt.

"Wir nehmen in einem ersten Schritt bestimmte Einschränkungen für Geimpfte und Genesene zurück", sagte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Menschen, von denen nachweislich kein hohes Ansteckungsrisiko mehr ausgehe, werde so durch den Wegfall der Testpflicht der Alltag erleichert. Die Erleichterungen für Geimpfte beginnen 14 Tage nach der zweiten Impfung. Als genesen gilt, wer eine Infektion durchgemacht hat, wenn die zugrundeliegende PCR-Testung mindestens 28 Tage und nicht länger als sechs Monate zurückliegt

Die Bundesregierung will nach einer Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommende Woche einen Vorschlag machen, so dass eine Verordnung am 28. Mai vom Bundesrat beschlossen werden könnte. Einige Bundesländer wie Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern gehen ihre eigenen Wege und haben Verordnungen bereits entsprechend angepasst.

100 Millionen Amerikaner voll geimpft

18.41 Uhr: Die US-Impfkampagne in der Corona-Pandemie hat eine weitere wichtige Marke erreicht. "Heute sind 100 Millionen Amerikaner voll geimpft", sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, am Freitag. Zients betonte, dass dies nicht bedeute, dass schon alle 100 Millionen, die die erforderlichen Impfungen erhalten haben, auch schon über den vollen Impfschutz verfügen. Dieser ist nach offiziellen Angaben erst zwei Wochen nach der letzten erforderlichen Impfung erreicht.

In den USA leben rund 330 Millionen Menschen – somit hat annähernd jeder Dritte in der Bevölkerung die erforderlichen Corona-Impfdosen bekommen. In den Vereinigten Staaten sind bislang drei Impfstoffe erhältlich. Die Wirkstoffe der Unternehmen Moderna sowie Pfizer/Biontech werden in je zwei Dosen verabreicht. Im Fall von Johnson & Johnson reicht eine Spritze. Der Immunologe Antony Fauci betonte, wie wichtig es sei, im Fall von Moderna und Pfizer/Biontech beide Dosen zu bekommen, um bestmöglich geschützt zu sein.

Mehr als 386.000 neue Corona-Fälle in Indien – Impfstoff knapp

17.18 Uhr: In Indien ist ein weltweiter Höchstwert an neuen Corona-Infektionen binnen eines einzigen Tages erfasst worden. Innerhalb von 24 Stunden wurden mehr als 386.000 Infektionen registriert, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums von Freitag hervorgeht. Im selben Zeitraum starben weitere 3498 Menschen mit oder an dem Virus. In dem südasiatischen Land mit insgesamt mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern sind Krankenhäuser und Krematorien überfüllt. Medizinischer Sauerstoff ist knapp.

Zugleich berichteten mehrere indische Bundesstaaten, dass ihnen die Impfdosen ausgehen. Nach dem Plan der Regierung sollen sich von diesem Samstag an eigentlich alle Erwachsenen impfen lassen können. Nach der Freigabe zur Anmeldung am Donnerstag registrierten sich bereits 25 Millionen Menschen. Dem Land, das auch als "Apotheke der Welt" bekannt ist und selbst massenhaft Corona-Impfstoff herstellt, fehlt es jedoch an Impfstoffen. In der Hauptstadt Neu Delhi ist unklar, wann wirklich alle Menschen über 18 Jahren geimpft werden. In der Finanzmetropole Mumbai wurden am Freitag die Impfzentren für mindestens drei Tage geschlossen. Sumit Sanyal/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa Mehr als 386.000 Corona-Neuinfektionen wurden binnen eines Tages in Indien registriert – so viele wie noch nie.

Bislang erhielten weniger als zehn Prozent der Inder mindestens eine Impfdosis. Etwa zwei Prozent sind vollständig geimpft. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 18,7 Millionen. Zudem starben seit Beginn der Pandemie mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit dem Virus.

In den ersten drei Monaten des Jahres hatte Indien noch Dutzende Millionen Dosen überwiegend an ärmere Länder exportiert. Der Gesundheitsminister verkündete damals, dass sich Indien im "Endspiel" der Corona-Pandemie befinde. Damals kehrte das Leben wieder mehr oder weniger zur Normalität zurück. Es gab große religiöse Feste und Wahlkampfveranstaltungen. Der neue Anstieg wird auch mit der Virusmutante B.1.617 in Verbindung gebracht.

Indien richtet Notfall-Hotline ein, für Kinder zu Waisen geworden sind

17.05 Uhr: Die Lage in Indien ist dramatisch. Innerhalb von 24 Stunden starben weitere 3498 Menschen mit oder an dem Virus. Das geht aus Zahlen des Gesundheitsministeriums von Freitag hervor. Weil viele Kinder ihre Eltern verlieren, hat die Delhi Commission for Protection of Child Rights (DCPCR) eine Notfall-Hotline eingerichtet, um die "Bedürfnisse der Kinder anzusprechen, die während der Covid-19-Pandemie zu Waisen geworden sind", so eine Erklärung am Freitag. Zunächst berichtete die "Times of India".

Die Kommission soll sich auch um Kinder kümmern, deren Eltern im Krankenhaus sind oder die sich in einer anderen Notlage befinden, hieß es weiter. Ein Gremium von Beratern sei gebildet worden, um Angst, Einsamkeit und Traumata der Kinder anzugehen.

Hausärzte impfen wohl zu schnell: Gesundheitsminister Spahn übt Kritik

14.22 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nach Informationen des Wirtschaftsmagazins „Business insider“ am Donnerstagabend in einer internen Runde mit seinen Ministerkollegen aus den Bundesländern die Impfpraxis der Hausärzte kritisiert.

Demnach ging es auf der Gesundheitsministerkonferenz beim Tagesordnungspunkt 3.1. um das Thema „Impfintervall in Arztpraxen“. Spahn bat laut Teilnehmern die Länder-Gesundheitsminister darauf zu achten, dass die Hausärzte die vorgesehenen Intervalle für Erst- und Zweitimpfungen beachten. Zwischen beiden Spritzen sollen je nach Impfstoff bis zu zwölf Wochen liegen. Laut Teilnehmern kritisierte Spahn, dass Hausärzte wegen der nahenden Sommerferien entweder Zweitimpfungen an die Impfzentren delegieren – oder die Termine für die zweite Spritze in der Praxis vorziehen.

Impfen die Hausärzte damit also jetzt etwa zu schnell? Fakt ist: Seitdem auch die Hausärzte impfen (und es freilich auch etwas mehr Impfstoff gibt), hat die Impfkampagne in Deutschland deutlich an Fahrt zugenommen. Am Donnerstag gab es einen neuen Rekord: insgesamt eine Million Impfungen pro Tag. Vor allem aufgrund der geringeren Bürokratie gehen die Dosen in den Praxen im Grundsatz schneller weg als in Impfzentren.

Bundesregierung plant schnelle Einigung auf Rechte für Corona-Geimpfte

13.43 Uhr: Die Bundesregierung drückt bei den geplanten Lockerungen der Corona-Regeln für Geimpfte aufs Tempo. Die Abstimmung zwischen den Ressorts über einen Verordnungsentwurf soll bereits bis Montag abgeschlossen sein, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag ankündigte. Bereits für den 7. Mai ist eine Sitzung des Bundesrats geplant. Die Regierung gehe das "mit großem Druck und großem zeitlichen Ehrgeiz" an, sagte Seibert.

Der Entwurf aus dem Bundesjustizministerium sieht für vollständig Geimpfte sowie Genesene deutliche Erleichterungen vor. Für sie sollen keine Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen mehr gelten.

Es gehe um die grundlegende Frage, "wie lange und unter welchen Umständen die Grundrechte von Bürgern in Deutschland eingeschränkt werde können", begründete Seibert den engen Zeitplan zur Umsetzung der Pläne. Diese dürften nur so lange eingeschränkt werden, wie es dafür zwingende Gründe gebe. Ziel sei ein mehrheitsfähiger Entwurf in Bundestag und Bundesrat, sagte Seibert. 

Berlin weitet Corona-Impfungen auf dritte Prioritätsgruppe aus

13.30 Uhr: Bei den Corona-Schutzimpfungen macht Berlin einen weiteren Schritt. Sie sind ab Montag (3. Mai) grundsätzlich auch für Angehörige der dritten Prioritätsgruppe möglich, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Freitag mitteilte. Dazu gehören beispielsweise Berlinerinnen und Berliner, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, Personen mit hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf, Wahlhelfer und unter anderem auch Journalisten.

Gleichzeitig wird das Buchungsverfahren den Angaben zufolge umgestellt. Eine Impfeinladung mit Buchungscode ist für eine Terminbuchung unter https://service.berlin.de/corona/ nicht mehr nötig. Bei der Online-Terminvereinbarung oder über die Hotline unter 030 90282200 muss lediglich angegeben werden, welche Art von Nachweis bei der Impfung vorgelegt werden wird.

Personen mit sehr hohem oder hohem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf sollen sich an ihren Haus- oder Facharzt wenden. Berliner, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, können sich bei ihrem Hausarzt impfen lassen, einen Termin online buchen oder über die Hotline für eines der Impfzentren einen Termin vereinbaren.

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