Die Corona-News des Tages

Die Corona-News des Tages

Lesen Sie heute im Corona-Ticker: Italiens Corona-Kommissar will Impf-Zweifel mit Hausärzten lösen / WHO Europa: Corona-Pandemie mit Folgen für Fettleibigkeit bei Kindern / Ärzte und Apotheker begrüßen Freigabe von Johnson & Johnson

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie überschlagen sich an manchen Tagen die Nachrichten zu COVID-19. Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, bietet DAZ.online Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Corona-News des Tages – direkt aus dem News-Kanal der Deutschen Presse-Agentur. 

10:48 Uhr

Italiens Corona-Kommissar: Impf-Zweifel mit Hausärzten lösen

Rom (dpa-AFX) – Italiens Corona-Kommissar hat für die Impfkampagne gegen COVID-19 mehr Aufklärung über die Impfstoffe gefordert. „Es ist wichtig, die Nachricht zu verbreiten, dass alle Impfstoffe wirksam sind“, sagte der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, im Interview der Zeitung „La Stampa“ (Dienstag). Es gebe viele Impfgegner, aber es zeige sich auch ein Problem mit Menschen, die speziell beim Corona-Vakzin von AstraZeneca Zweifel haben.

Figliuolo will deshalb nach eigener Aussage auf die Einbindung der Hausärzte in die Impfkampagne setzen, weil die Patienten ihnen vertrauten und so Unsicherheiten beseitigt werden könnten. Er rechnet demnach mit etwa 43.000 Ärzten, die mitimpfen könnten. „Wenn alle Ärzte zehn Vakzine am Tag verabreichen würden, kämen 430.000 Dosen hinzu“, rechnete er vor. Weitere 100.000 Dosen könnten durch rund 20.000 Apotheken beigesteuert werden, die Italien schon länger plant, in die Impfkampagne mit einzubinden.

In dem Mittelmeerland mit rund 60 Millionen Einwohnern wurden Stand Dienstagmorgen bislang etwa 24,5 Millionen Corona-Impfungen verabreicht. Etwa 7,56 Millionen Menschen sind vollständig geimpft, was knapp 13 Prozent der Bevölkerung entspricht.

2:00 Uhr

Ärzte und Apotheker begrüßen Freigabe von Johnson & Johnson

Düsseldorf (dpa/lnw) – Der Hausärzteverband Nordrhein begrüßt die Freigabe des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson. „Die Freigabe der Priorisierung bei Johnsons & Johnson ist ebenso sinnvoll wie bei AstraZeneca“, sagte Verbandschef Oliver Funken der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstag). Auch beim Impfstoff von Johnson & Johnson müsse es Ärzten erlaubt sein, junge Patienten nach individueller Beratung zu impfen, auch wenn ein Patient keiner Risikogruppe angehöre.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet zehn Millionen Impfdosen des US-Konzerns bis Ende Juli. Der Impfstoff wird in Deutschland künftig in der Regel bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt. Nach ärztlicher Aufklärung können sich aber auch Jüngere dafür entscheiden. Das hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag beschlossen.

Der Vorsitzende des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, geht davon aus, dass in wenigen Wochen jeder fünfte Bürger den vollen Impfschutz haben könnte. „Wenn jetzt noch bis zum Ende des Quartals über zehn Millionen Impfdosen von Johnson & Johnson kommen, werden wir große Fortschritte bei den Impfraten erreichen“, sagte Preis der „Rheinischen Post“. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur eine Impfdosis nötig.

0:05 Uhr

WHO Europa: Corona-Pandemie mit Folgen für Fettleibigkeit bei Kindern

Kopenhagen (dpa) – Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO befürchtet, dass die Coronavirus-Pandemie auch zu mehr Fettleibigkeit unter Kindern führen wird. Das in Kopenhagen ansässige Regionalbüro geht davon aus, dass die Schließung von Schulen und Lockdowns negative Folgen für Ernährung und Bewegung von Kindern haben könnten, etwa durch den fehlenden Zugang zu Schulmahlzeiten und mangelnde körperliche Aktivität. Vorbeugemaßnahmen müssten deshalb während der Pandemie eine Priorität erhalten, forderte das Büro.

„Covid-19 könnte unter Umständen einen der beunruhigendsten Trends in der WHO-Region Europa verstärken – zunehmende Fettleibigkeit bei Kindern“, erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Übergewicht und Fettleibigkeit stünden in direkter Verbindung mit lebensbedrohlichen Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs. Um den kommenden Generationen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, müssten auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Daten basierende Maßnahmen umgesetzt werden, die eine gesündere Ernährung und körperliche Betätigung förderten und dabei helfen könnten, Fettleibigkeit bei Kindern zu verringern.

Wie aus einem am Dienstag veröffentlichten WHO-Bericht hervorging, lebt in manchen Ländern der Region jedes dritte Kind im Alter von sechs bis neun Jahren mit Übergewicht oder Fettleibigkeit. Am größten ist dieses Problem in den Mittelmeerstaaten, wo sich die Situation demnach aber langsam bessert: Unter anderem Griechenland, Italien, Portugal und Spanien zeigten einen abnehmenden Trend. Der Bericht basiert auf den jüngsten verfügbaren Daten aus 36 Ländern aus den Schuljahren 2015/16 und 2016/17. Deutschland war nicht darunter.

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