Chef-Virologe ist überzeugt: Bald wird es die Anti-Corona-Pille geben

Chef-Virologe ist überzeugt: Bald wird es die Anti-Corona-Pille geben

Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandemie: In Deutschland zeichnet sich eine Entspannung der Corona-Lage ab – der Inzidenzwert fällt unter 23. Derweil stellen sich Merkel und Laschet in der Masken-Affäre hinter Spahn. Alle aktuellen News zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona in Deutschland vom 9. Juni

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Kabinett verlängert Kurzarbeitsregeln

10.31 Uhr: Für Unternehmen, die in der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, wird der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit erneut verlängert. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil.

Der Staat erstattet demnach auch über den 30. Juni hinaus die Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit vollständig. Ab Oktober werden die Beiträge dann noch zur Hälfte übernommen, wenn mit der Kurzarbeit bis zum 30. September begonnen wurde. Zudem soll es für die Anmeldung von Kurzarbeit weiter ausreichen, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten betroffen sind und nicht wie sonst ein Drittel. Das galt zunächst nur für Unternehmen, die bis Ende dieses Monats Kurzarbeit anmelden. Auch hier wird die Frist bis Ende September verlängert.

Trotz sinkender Corona-Zahlen und steigender Impfquote gibt es nach Ansicht des Arbeitsministeriums noch Unsicherheiten. Es gehe darum, «Beschäftigungsverhältnisse auch über den 30. Juni 2021 hinaus zu stabilisieren und dadurch Arbeitslosigkeit und gegebenenfalls Insolvenzen möglichst zu vermeiden». Vor allem finanziell stark belastete Unternehmen im Einzelhandel, in der Unterhaltungs-, Reise- und Tourismusbranche und im Hotel- und Gaststättengewerbe benötigten den erleichterten Zugang über den 30. Juni hinaus, heißt es in der Begründung zur Verordnung.

Europaparlament gibt grünes Licht für Covid-19-Zertifikat

10.12 Uhr: Das Covid-19-Zertifikat für einfacheres Reisen in der EU rückt näher. Die Abgeordneten des Europaparlaments billigten die Details für das EU-weite Zertifikat, wie das Parlamentspräsidium am Mittwoch in Straßburg mitteilte. Zuvor hatten sich die Abgeordneten und die EU-Länder bereits vorläufig auf die Regelungen für das Dokument zum Nachweis von Corona-Tests, -Impfungen und überstandenen Infektionen geeinigt. Damit das Zertifikat wirklich kommen kann, müssen auch die Mitgliedsstaaten noch formell zustimmen.

Mit dem Zertifikat soll das Reisen in der Europäischen Union wieder erleichtert werden. Mitgliedsstaaten können für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete dann nur bei entsprechender Infektionslage weitere Beschränkungen wie eine Quarantäne einführen. Die ersten Länder stellen die Zertifikate bereits aus. Auch Deutschland ist zumindest schon mit der Technik für das EU-weite Zertifikat verbunden.

EU-Justizkommissar Didier Reynders sagte in der Plenardebatte am Dienstag, je mehr Nachweise jetzt schon ausgestellt würden, desto mehr könnten Probleme beim offiziellen Start im Juli vermieden werden. Bereits mehr als eine Million EU-Bürgerinnen und EU-Bürger verfügten über ein EU-Covid-19-Zertifikat.

Zahlreiche Abgeordnete des Europaparlaments sprachen sich in der Debatte erneut für kostenlose Corona-Tests aus. Es dürfe nicht diskriminiert werden zwischen Geimpften und Menschen, die noch auf der Warteliste stünden, hieß es etwa. Eine entsprechende Forderung hatte Parlament in den Verhandlungen mit den EU-Staaten nicht durchsetzen können. Die EU-Kommission sagte allerdings 100 Millionen Euro für die Finanzierung von Tests zu.

Corona-Ausbrüche auf mehr als 400 Nerzfarmen in der EU

08.40 Uhr: Auf mehr als 400 Nerzfarmen in Ländern der Europäischen Union sind nach Angaben von Tierschützern Corona-Ausbrüche bekannt geworden. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn waren dabei bis Mitte Mai in zehn EU-Staaten Millionen von Tieren betroffen. Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scan

Laut einer Aufstellung der Organisation wurde Sars-CoV-2 in Dänemark auf 290 Nerzfarmen nachgewiesen, in den Niederlanden waren es 69 und in Schweden 13. In Griechenland habe es in 22 von 91 Nerzfarmen positive Testungen gegeben. Weitere Nachweise gab es laut Tierschutzbund in Italien, Litauen, Polen, Spanien, Frankreich und Lettland. Die Tierschutz-Organisation forderte ein Verbot der Zucht und Haltung von Pelztieren.

Als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie hatte Dänemark alle Nerze in den Nerzzuchtbetrieben des Landes töten lassen. Der radikale Schritt war damit begründet worden, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe. Die Nerzhaltung in Dänemark wurde bis zum 31. Dezember 2021 verboten.

In Deutschland gibt es laut Tierschutzbund derzeit keine Nerzfarmen. Sie seien zwar nicht verboten, aber wegen der Haltungsvorgaben kein lukratives Geschäft, hieß es.

Heil verteidigt Vorgehen in der Masken-Affäre: "Habe das Gefühl, dass wir sauber gehandelt haben"

08.29 Uhr: Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sein Handeln verteidigt und Aufklärung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gefordert. "Es gab den Versuch des Gesundheitsministeriums, die Standards zu senken, anzupassen an die Beschaffung. Das haben meine Fachleute abgelehnt, und ich habe mich auch durchgesetzt", sagte Heil am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Er betonte: "Ich habe das Gefühl, dass wir sauber gehandelt haben." Nun gebe es Fragen an Spahn, die dieser beantworten müsse. Swen Pförtner/dpa Hubertus Heil (SPD), Bundesarbeitsminister und Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, spricht.

Hintergrund der Debatte, die die schwarz-rote Koalition belastet, ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und eine Entschuldigung des Koalitionspartners gefordert, von der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

Für ihn sei die Diskussion schon erledigt gewesen, für die Veröffentlichung, durch die es nun die öffentliche Debatte gebe, könne er nichts, sagte Heil. Bei den Abläufen müsse man «bei der Wahrheit bleiben». Er forderte, drängende Themen wie das Renteneinstiegsalter über die Diskussion nicht zu vernachlässigen. Er bekräftigte, dass die SPD ein Eintrittsalter von 68, wie von Experten des Bundeswirtschaftsministeriums vorgeschlagen, ablehne.

RKI registriert 3254 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 20,8

Mittwoch, 9. Juni, 6.07 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3254 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4917 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 20,8 an (Vortag: 22,9; Vorwoche: 36,8). Oliver Berg/dpa/Symbolbild Ein Abstrich wird in einem Labor auf das Coronavirus untersucht.

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 107 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 179 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 705 942 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 557 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89 491 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagnachmittag bei 0,71 (Vortag: 0,76). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 71 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

USA lockern Reisewarnung für Dutzende Länder – auch für Deutschland

21.20 Uhr: Die USA haben in der Corona-Pandemie ihre Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger für Ziele wie Deutschland und Dutzende andere Länder gelockert. Das Außenministerium in Washington bewertet Reiseziele auf einer Skala von eins bis vier – die Bundesrepublik steht neben Ländern wie Italien, Frankreich, Mexiko oder Kanada seit Dienstag nun wieder auf Stufe drei des Warnsystems.

Das bedeutet, dass US-Bürger ihre Reisepläne überdenken sollen. Zuvor galt die höchste Stufe vier, die für mehrere andere EU-Länder wie Portugal, Belgien, die Niederlande und Polen aufrecht erhalten wurde. Die Neubewertung ändert nichts an dem wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisestopp in die USA für Ausländer aus dem europäischen Schengen-Raum, aus Großbritannien, Irland, Indien, China, Brasilien, Südafrika und dem Iran. Eine Einreise aus diesen Staaten ist weiterhin in der Regel nur mit einer Ausnahmegenehmigung («National Interest Exception») möglich.

Brisante Wende in der Schrottmasken-Affäre: Brandenburgs Regierung stellt sich gegen SPD-Parteispitze

20.52 Uhr: Erst vor kurzem hatte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans die vom Bundesgesundheitsministerium verschickten Masken als "untauglich" bezeichnet, seine Co-Vorsitzende Saskia Esken forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sogar zum Rücktritt auf. Nun kommt jedoch frischer Wind in die Schrottmasken-Debatte. Michael Kappeler/dpa Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommt zur Sitzung der CDU-Spitzengremien an der Parteizentrale an.

Denn die SPD-geführte Landesregierung in Brandenburg teilte auf Anfrage der "Bild"-Zeitung mit: "Alle Masken, bei denen eine Prüfung nach dem CPI-Prüfgrundsatz erfolgte und die eine Sonderzulassung des BfArM besitzen, werden als sicher erachtet." Damit vertreten die Brandenburger offenbar eine andere Meinung als die SPD-Parteispitze, die Spahn noch vorgeworfen hatte, mit "Schrottmasken" Menschenleben zu gefährden.

In NRW Public Viewing zur EM möglich

20.43 Uhr: Wie der "WDR" berichtet, soll zur EM Public Viewing in Nordrhein-Westfalen möglich sein. Der Sender beruft sich dabei auf eine Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz. Demnach sei Public Viewing in der Außengastronomie bis Mitternacht erlaubt, sofern es die Corona-Lage zulasse.

München hebt ab Mittwoch Maskenpflicht in der Innenstadt auf

18.46 Uhr: Die Landeshauptstadt München hebt ab diesem Mittwoch die Maskenpflicht in der Innenstadt auf. Ab 9.00 Uhr am Vormittag können die Bürgerinnen und Bürger in der Fußgängerzone und den umgebenden Straßen auch tagsüber wieder frei durchatmen, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Auch das Alkoholkonsumverbot werde gelockert. In der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt wird es komplett aufgehoben, auf dem Gärtnerplatz und auf dem Wedekindplatz gilt es fortan nur noch zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr. "Angesichts sinkender Inzidenz und steigender Impfquote können wir diese weiteren Schritte hin zu mehr Normalität im Alltag guten Gewissens gehen", begründete Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Entscheidung.

Surftipp: CDU – Jens Spahn: Partner, Pharma-Lobby und Finanzen

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