Bis zu 40.000 Behandlungen pro Jahr: Neues Botox-Verbot für Kinder und Jugendliche in England beschlossen

Bis zu 40.000 Behandlungen pro Jahr: Neues Botox-Verbot für Kinder und Jugendliche in England beschlossen

Ein neues Gesetz, das ab heute in Kraft tritt, soll junge Menschen in England – nach jahrelangen vergeblichen Bemühungen um eine Regulierung der nicht-chirurgischen Schönheitsindustrie – vor gesundheitlichen Schäden schützen.

Schätzungen der Regierung zeigen, dass im vergangenen Jahr in England bis zu 41.000 Botox-Behandlungen an unter 18-Jährigen durchgeführt wurden. Eine Analyse des Ministeriums für Gesundheit und Soziales deutet darauf hin, dass es im Jahr 2017 bis zu 29.300 Behandlungen für unter 18-Jährige gab. Bevor die neue Gesetzgebung in England in Kraft trat, konnten unter 18-Jährige Botox-Behandlungen ohne jegliche Alterskontrolle durchführen lassen.

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U-18-Botox-Verbot auch für Schottland und Wales erwartet

Eine in diese Richtung gehende Änderung der Gesetzgebung werde in Zukunft auch für Wales und Schottland erwartet, fasst die BBC zusammen, die zuerst über die Novellierung berichtet hatte.

Unterstützer der Neuregelung fordern die anderen Nationen auf, nun ebenfalls schnell zu handeln, um zu verhindern, dass junge Menschen von England aus zu Behandlungen über die Grenzen reisen. Im Vereinigten Königreich gibt es nach wie vor kein Gesetz, das von Ärzten eine formale Qualifikation oder Ausbildung für diese Art der Behandlung verlangt, wie die BBC schreibt.

Die Abgeordnete Laura Trott, die die Gesetzesänderung im Parlament anschob, sagte im Gespräch mit der BBC: "Kein Kind braucht kosmetisches Botox oder Füllstoffe und ab heute werden sie nicht mehr in der Lage sein, eine Klinik oder das Haus von jemandem zu betreten und sich einer gefährlichen und unnötigen Prozedur zu unterziehen, die ihr Leben ruinieren könnte. Es wird nicht die Gesamtheit der Probleme in dieser Branche lösen, aber es wird einen echten Unterschied für unter 18-Jährige machen."

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Verpflichtende Versicherung gefordert

Ashton Collins, Direktor von "Save Face“, einem nationalen Zusammenschluss akkreditierter Ärzte, die nicht-chirurgische Behandlungen anbieten, bemerkte jedoch, dass das Gesetz erweitert werden müsse, um alle nicht-chirurgischen Behandlungen wie Fadenlifting (etwa um das Gesicht zu heben und zu straffen) einzubeziehen. Sie sagte gegenüber der BBC: "Wir sehen viele Frauen, die sich diesen Behandlungen unterzogen haben und es ist schiefgelaufen – weil jeder diese Behandlungen machen kann und sie ziemlich invasiv sind."

"Save Face“ fordert darüber hinaus eine Beschränkung der Personen, die nicht-chirurgische kosmetische Behandlungen durchführen dürfen, sowie die Einführung einer verpflichtenden Versicherung, um mögliche Behandlungsschäden effektiver abzudecken.

Quelle:  BBC

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