15.811 Neuinfektionen und 425 neue Todesfälle – Massenansturm auf Eisfläche in München

15.811 Neuinfektionen und 425 neue Todesfälle – Massenansturm auf Eisfläche in München

Die Coronavirus-Pandemie hält Deutschland fest im Griff. Das Niveau der Neuinfektionen und der Todesfälle bleibt weiterhin hoch. In Japan tauchte derweil eine weitere Mutation des Coronavirus auf. Alles Wichtige zur Coronavirus-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

Top-News zur Coronavirus-Pandemie am 11. Januar 2021

  • Palmer  fordert Ende des Ziels 50er-Inzidenz: "Wir müssen auch leben" (6.21 Uhr)
  • Ramelow warnt vor Virus außer Kontrolle: "Ich merke, dass gerade die Hütte brennt" (Sonntag, 23.05 Uhr)
  • Corona-Zahlen: Länder melden 15.811 Neuinfektionen, 425 Tote (Sonntag, 21.08 Uhr)

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Palmer fordert Ende des Ziels 50er-Inzidenz: "Wir müssen auch leben"

Montag, 11. Januar, 6.21 Uhr: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat ein Ende des Lockdowns im Februar gefordert. Wenn die Regierung am bisherigen Ziel einer Inzidenz von 50 festhalte, "dauert dieser Lockdown noch mehrere Monate. Es reicht jetzt. Anfang Februar müssen wir wieder kontrolliert aufmachen. Wir müssen auch leben", so der Grünen-Politiker via "Bild"-Zeitung. dpa/Tom Weller/dpabild Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) spricht.

Die Schäden an der Wirtschaft und der Gesellschaft würden zum Teil exponentiell steigen, der Innenstadthandel sei bereits "auf der Intensivstation, der fällt bald ins Koma. Die Insolvenzen werden anrollen. Ich meine, wir halten das nicht durch."

Auch die scharfen Corona-Regeln sieht Palmer kritisch. "Die meisten Menschen machen weiterhin mit. Aber: Es steigt halt auch die Spannung und die Menschen werden zunehmend genervt."

Ramelow warnt vor Virus außer Kontrolle: "Ich merke, dass gerade die Hütte brennt"

23.05 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich mit drastischen Worten gegen Forderungen nach Lockerungen in der Corona-Pandemie ausgesprochen. "Wir müssen einfach der Tatsache ins Auge sehen, dass das Virus jetzt erst anfängt, richtig Fahrt aufzunehmen", sagte der Linke-Politiker am Sonntagabend im ZDF-"heute journal". "Ich merke, dass bei mir in Thüringen gerade die Hütte brennt. Heute ist für mich ein schlimmer Tag. Denn heute haben wir in ganz Thüringen die 300er-Inzidenz überschritten, und alle Landkreise und kreisfreien Städte sind über die 200 gegangen. Es ist kein Platz mehr für Lockerungen und die Debatte von der Lockerung zur Lockerung." Sein Appell an die Thüringer Wirtschaft sei, möglichst alles zu unterlassen, was im Moment nicht notwendig ist. Glomex

Im April soll in Thüringen eigentlich der Landtag neu gewählt werden. Dazu verhandeln laut Ramelow in der kommenden Woche die Parteien. "Und dem will ich nicht vorgreifen. Aber eines ist doch klar: Wir haben auch 30.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die wir auch schützen müssen. Und insoweit müssen alle Beteiligten darüber nachdenken: Wenn im Januar, Februar keine Bewegung ist, dann werden wir auch das mitentscheiden müssen."

Corona-Zahlen: Länder melden 15.811 Neuinfektionen, 425 Tote

21.08 Uhr: In Deutschland haben sich nach Angaben der Gesundheitsämter der Bundesländer 15.811 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Somit stieg die Zahl der positiv getesteten Menschen seit Pandemiebeginn auf 1.922.416. Nach Recherchen von FOCUS Online meldeten die Behörden außerdem 425 Tote – ein hoher Wert für einen Sonntag, an dem viele Fälle gar nicht erfasst werden. Insgesamt sind nun 40.885 Menschen in Deutschland an oder mit dem Virus gestorben. Silas Stein/dpa Menschen gehen durch die Innenstadt von Wiesbaden

Was außerdem Anlass zur Sorge gibt: Der R-Wert stieg am Sonntag abermals auf 1,52 (Vortag: 1,46). In den letzten Tagen war der R-Wert sprunghaft angestiegen, am Donnerstag hatte der Wert noch bei 0,77 gelegen. Die Zahl der belegten Intensivbetten geht derzeit allerdings leicht zurück: Momentan sind 5320 Betten auf den Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt.

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 261.474 (+1488), 5574 Todesfälle (+45)
  • Bayern: 354.903 (+3060), 7883 Todesfälle (+164)
  • Berlin: 106.197 (+340), 1565 Todesfälle (+5)
  • Brandenburg: 54.894 (+669), 1490 Todesfälle (+18)
  • Bremen: 14.372 (+54), 223 Todesfälle (+1)
  • Hamburg: 40.693 (+211), 817 Todesfälle (+25)
  • Hessen: 150.229 (+1366), 3483 Todesfälle (+22)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 14.773 (+90), 242 Todesfälle (+3)
  • Niedersachsen: 120.453 (+1748), 2339 Todesfälle (+15)
  • Nordrhein-Westfalen: 427.701 (+3219), 7942 Todesfälle (+76)
  • Rheinland-Pfalz: 80.415 (+610), 1780 Todesfälle (+18)
  • Saarland: 22.347 (+65), 569 Todesfälle (+4)
  • Sachsen: 156.401 (+1107), 4212 Todesfälle (+66)
  • Sachsen-Anhalt: 37.686 (+670), 890 Todesfälle (+20)
  • Schleswig-Holstein: 28.611 (+144), 554 Todesfälle (+9)
  • Thüringen: 51.267 (+970), 1322 Todesfälle (+24)

Gesamt (Stand 10.01.2021, 20.55 Uhr): 1.922.416 (+15.811), 40.885 Todesfälle (+425)

Vortag (Stand 09.01.2021, 21.00 Uhr): 1.906.605 (+22.260), 40.460 Todesfälle (+917)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 1.525.300 (+13.400)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 356.231 (+1886)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,52 (Vortag: 1,46)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5320 (-94)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 3049 (-17)

"Operation Moonshot": England setzt auf massenhafte Corona-Schnelltests

19.29 Uhr: In England sollen schon bald flächendeckend Menschen ohne Symptome im Schnellverfahren auf das Coronavirus getestet werden. Zwei Millionen Antigen-Tests seien dafür bei einem britischen Hersteller bestellt worden, teilte Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag mit. Millionen weitere Tests könnten in den kommenden Monaten hinzukommen. Anfangs hatte die Regierung das Projekt als "Operation Moonshot" (Mondflug) bezeichnet.

Die Tests seien ab kommenden Freitag verfügbar, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Innerhalb von 30 Minuten zeigen sie ein Ergebnis an. Damit will die Regierung asymptomatische Fälle aufspüren und so Übertragungsketten durchbrechen. Getestet werden sollen zunächst vor allem Menschen, die nicht von zuhause aus arbeiten können.

Kritiker sind jedoch nicht überzeugt, dass die Maßnahme wirklich hilft. Bei den sogenannten Lateral Flow Tests würden bis zu 60 Prozent der positiven Fälle nicht erkannt, sagte ein Experte von der Liverpool School of Tropical Medicine der "Financial Times". Das habe die vorläufige Auswertung eines Pilotversuchs in Liverpool gezeigt.

Niederlande verlängert harten Lockdown bis zum 8. Februar 

18.57 Uhr: Der Lockdown in den Niederlanden wird verlängert. Mindestens bis zum 8. Februar sollen die Regeln in der Corona-Krise weiterhin gelten. Das meldet die Zeitung „De Volkskrant“ mit Hinweis auf Kabinettskreise. Lediglich die Frage, wie man bei den Grundschulen verfährt, ist demnach noch offen. Die Finanzhilfen für Betroffene sollen ausgeweitet werden.

Bayern: Strenge Corona-Kontrollen von Reiserückkehrern zum Ferienende

18.16 Uhr: Die Bayerische Grenzpolizei und die Bundespolizei haben seit dem 27. Dezember mehr als 48.000 Reiserückkehrer kontrolliert. Knapp 7000 hätten keinen gültigen Corona-Testnachweis vorweisen können, obwohl sie der Testpflicht unterlagen, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Sonntag am Flughafen Nürnberg. Herrmann machte dort auf die verstärkten Corona-Kontrollen vor allem zum Ende der Weihnachtsferien aufmerksam, etwa durch Schleierfahndung in Grenznähe, insbesondere aber auch bei Fluggästen, die sich an den Airports in Nürnberg, Memmingen und München auf Corona testen lassen können. dpa Nürnberg: Ein Plakat weist Reiserückkehrer aus Risikogebieten am Nürnberger Flughafen darauf hin einen negativen Corona Test vorzulegen. Der bayerische Innenminister hat mit der Polizei die Corona-Kontrollen am Flughafen vorgestellt.

"Der Kontrollschwerpunkt ist unbedingt notwendig, um den Import von Corona-Infektionen bestmöglich zu verhindern. Gerade die Berichte über noch ansteckendere Virusmutationen sind höchst besorgniserregend", sagte der Minister.

Nach derzeitiger Regelung reiche es zwar aus, innerhalb von 48 Stunden nach der Einreise aus einem Risikogebiet einen negativen Coronatest vorzuweisen. Trotzdem rate er dazu, sich bereits vor der Ankunft in Deutschland testen zu lassen. "Damit schützen Sie gerade auch ihr Umfeld vor dem hochgefährlichen Virus", riet Herrmann. Zudem müsse die Digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. "Für Unbelehrbare drohen empfindliche Bußgelder."

Großfamilie trifft sich trotz Corona – 32 Anzeigen

17.05 Uhr: Die Corona-Regeln haben 32 Erwachsene missachtet und sich in einem Haus in Nußloch (Rhein-Neckar-Kreis) getroffen. Die Mitglieder mehrerer Hausstände einer Großfamilie würden wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung angezeigt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zeugen hatten die Beamten am Vortag auf das private Treffen aufmerksam gemacht. Die Polizei löste die Zusammenkunft auf.

Massenansturm auf Nymphenburger Kanal in München – Menschen brechen ein

16.16 Uhr: Der Nymphenburger Kanal in München ist wegen des Ansturms von Besuchern und der brüchigen Eisfläche am Sonntag geräumt worden. Ein Erwachsener und ein Kind seien ins Eis eingebrochen, seien dann aber unverletzt nach Hause gegangen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums München.

Zuvor hatten die Beamten bereits an die Münchner appelliert, die beliebte Eisfläche vor dem Nymphenburger Schloss zu meiden. Grund waren die Massen an Menschen, die sich dort beim Schlittschuhfahren oder Eisstockschießen vergnügten und die wegen Corona gebotenen Abstände oft nicht einhielten.

„Wir sind als Polizei vor Ort, aber jeder, den wir weiterscheuchen, taucht woanders wieder auf“, erklärte der Sprecher. Am Nachmittag wurde die Eisfläche dann abgesperrt.


Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 257.389 (+2753), 5463 Todesfälle (+127)
  • Bayern: 348.331 (+3668), 7664 Todesfälle (+164)
  • Berlin: 105.125 (+1479), 1547 Todesfälle (+60)
  • Brandenburg: 53.052 (+1595), 1409 Todesfälle (+60)
  • Bremen: 14.252 (+80), 219 Todesfälle (+7)
  • Hamburg: 40.129 (+537), 763 Todesfälle (+38)
  • Hessen: 147.012 (+2003), 3349 Todesfälle (+71)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 14.440 (+401), 235 Todesfälle (+9)
  • Niedersachsen: 117.541 (+1762), 2284 Todesfälle (+45)
  • Nordrhein-Westfalen: 420.181 (+5149), 7706 Todesfälle (+199)
  • Rheinland-Pfalz: 79.218 (+1164), 1740 Todesfälle (+54)
  • Saarland: 21.979 (+249), 553 Todesfälle (+11)
  • Sachsen: 152.487 (+2807), 3969 Todesfälle (+177)
  • Sachsen-Anhalt: 36.126 (+764), 851 Todesfälle (+27)
  • Schleswig-Holstein: 28.043 (+513), 534 Todesfälle (+14)
  • Thüringen: 49.040 (+1469), 1257 Todesfälle (+41)

Gesamt (Stand 09.01.2021, 21.00 Uhr): 1.906.605 (+22.260), 40.460 Todesfälle (+917)

Vortag (Stand 08.01.2021, 21.32 Uhr): 1.884.345 (+26.381), 39.543 Todesfälle (+1159)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Genesenen liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei ca. 1.511.800 (+17.700)

Die Zahl der aktiven Fälle liegt somit bei 354.345 (+3643)

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,46 (Vortag: 1,15)

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten belegt werden: 5414 (-70)

Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 3066 (-4)

Surftipp: Alle Neuigkeiten zur Corona-Impfung finden Sie im News-Ticker von FOCUS Online 

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