Spice it up: 8 gesunde Gewürze, die beim Abnehmen unterstützen

Spice it up: 8 gesunde Gewürze, die beim Abnehmen unterstützen

Gewürze sind wahre Allrounder: Sie sind sind natürlich und kalorienarm, werten den Geschmack eines Gerichts auf und bringen außerdem auch einige gesundheitliche Vorteile mit sich.

Für alle Abnehmwilligen lohnt sich ein gut gewürztes Essen dreifach.

Diese acht Gewürze sind nicht nur gesund und peppen jede Mahlzeit auf, sondern helfen auch dabei, Gewicht zu verlieren.

1. Cayennepfeffer

Dass scharfes Essen den Stoffwechsel anregt und daher einen unterstützenden Effekt beim Abnehmen hat, ist kein besonders gut gehütetet Geheimnis. Cayennepfeffer kann allerdings noch mehr als das!

Der enthaltene Wirkstoff Capsaicin führt einen schnellen Sättigungseffekt herbei und regt die Thermogenese an. Das bedeutet, beim Essen wird durch Stoffwechselprozesse Wärme produziert – und das kurbelt den Kalorienverbrauch an.

Eine Studie zeigte sogar, dass das regelmäßige Würzen mit dem roten Pfeffer zu einer signifikant reduzierten Aufnahme von Kalorien und Fett aus dem konsumierten Essen führte.

Dieser Effekt – so zeigte eine andere Studie – ist besonders stark bei Menschen zu finden, die an scharfes Essen nicht gewöhnt sind.

Damit die Schärfe allerdings nicht auf den Magen schlägt oder andere negative Effekte nach sich zieht, sollte die empfohlene Tagesdosis von 0,9 g (dies entspricht etwa einem ¼ Teelöffel) nicht überschritten werden.

2. Kurkuma

Kurkuma ist vor allem bekannt für seine Verwendung in Currygewürzmischungen und gibt ebenjenen die charakteristische, gelbe Farbe.

Neben seinen zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen legt eine neue Studie jetzt die Einwirkung von Kurkuma auf Gewichtsverlust, Senkung des BMI und Reduzierung des Taillenumfangs nahe.

Beim Kochen mit Kurkuma sollte man jedoch eine Dosis von 0-3 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag nicht überschreiten. Dies entspricht etwa ½ bis 1 Teelöffel.

In Kombination mit schwarzem Pfeffer macht sich Kurkuma besonders gut, da dies die Aufnahme der Wirkstoffe erleichtert.

Neben der üblichen Verwendung des Gewürzes in Currys kann man Kurkuma auch im Porridge genießen.

Mal ganz anders erlebt man das Gewürz in Goldener Milch: eine Gewürzmilch, die in den letzten Jahre die Coffee Shops im Sturm erobert hat. Grundlage für die Mischung kann neben Kuhmilch auch jede Art von Pflanzenmilch sein.

3. Ingwer

Ingwer gilt als Zaubermittel, vor allem bei Erkältungen, denn es steigert die Immunabwehr. Außerdem konnte eine Studie jetzt zeigen, dass die kleine Knolle auch beim Abnehmen helfen kann.

Grund hierfür ist vor allem die positive Wirkung Ingwers auf den Blutzuckerspiegel. Wenn dieser zu stark abfällt, führt dies zu Heißhungerattacken. Ingwer gilt daher auch als Appetithemmer.

Besonders beliebt ist Ingwer im Tee, doch die Knolle hat den großen Vorteil, dass sie sowohl zu süßen als auch zu herzhaften Speisen – zum Beispiel in Pfannengemüse oder Suppen – gut passt.

Auch Ingwer sollte in Maßen konsumiert werden, vier Gramm sollte man am Tag nicht überschreiten.

4. Cumin (Kreuzkümmel)

Kreuzkümmel erwies sich in einer Studie, durchgeführt mit übergewichtigen Frauen, als entscheidend für Gewichtsverlust, Senkung des BMI und der Fettmasse sowie Verringerung des Taillenumfangs.

Außerdem konnte eine positive Auswirkung auf den Cholesterin- und den Triglyceridspiegel festgestellt werden.

Seine vielseitige Anwendbarkeit bei der Gestaltung von Gerichten macht Kreuzkümmel obendrein attraktiv: Ob in Gemüsegerichten, Curries, Dressings oder zum Aufpeppen einer Guacamole – Kreuzkümmel geht einfach immer.

Extraplus: Kreuzkümmel macht blähende Lebensmittel, wie Linsen oder Hülsenfrüchte, verträglicher.

5. Senfsamen

Senf kurbelt nachweislich den Stoffwechsel an, und zwar um ganze 25 Prozent. Dieser Effekt hält obendrein bis zu sieben Stunden nach Aufnahme der kleinen Samen an.

Achtung: Ganz so stark ist die Wirkung bei einer Senfsoße nicht. Die Werte beziehen sich auf die puren Samen beziehungsweise die pulverisierte Form, wie man sie im Gewürzregal findet.

Dennoch lohnt es sich, auch Senfzubereitungen – vor allem körnigen und scharfen Senf – in Mahlzeiten zu integrieren.

Auf dem Sandwich, im Salat oder auch in Soßen bietet sich dies an, da Senf im Vergleich zu Ketchup oder Mayonnaise mit nur drei bis fünf Kalorien pro Teelöffel ordentlich Kalorien einspart.

In der Galerie: Die besten Lebensmittel für die Fettverbrennung

6. Zimt

Zimt gehört für viele – vor allem morgens beim Frühstück – einfach dazu. Im Kaffee oder Porridge kann es den Start in den Tag enorm bereichern, weil es den Blutzuckerspiegelt reguliert und die Freisetzung von Insulin verringert.

Beides wirkt sich positiv auf eine langanhaltende Sättigung aus.

Dieser Effekt ist besonders bei Menschen mit Diabetes relevant, hilft aber auch jenen, die keine gesundheitlichen Einschränkungen haben.

Neben der bekannteren Sorte, dem Ceylon Zimt, gibt es auch noch den Cassia Zimt, welchen man ein wenig sparsamer verwenden sollte. Mit bis zu einem Teelöffel pro Tag kann man bei beiden jedoch nichts falsch machen.

Tipp: Besonders lecker schmeckt es, frisches Obst – zum Beispiel Apfel- oder Blutorangenscheiben – mit etwas Zimt zu bestreuen.

7. Schwarzer Pfeffer

Der Aktivstoff, der schwarzen Pfeffer zum wahren Allrounder macht, nennt sich Piperin.

Dieses wirkt sich nicht nur positiv auf das Immunsystem aus und wirkt entzündungshemmend, sondern hat – wie eine Studie belegen konnte – Einfluss auf Gewichtsreduktion und die Cholesterin- und Triglyceridwerte.

Erstaunlich ist hierbei, dass diese Effekte unabhängig von der Nahrungsaufnahme und dem Appetit auftreten. Man isst also dieselbe Menge und nimmt dennoch ab!

Pfeffer täglich in den Mahlzeiten zu inkludieren, ist für viele bereits selbstverständlich.

Trotz der Erkenntnisse über die positiven Effekte beim Abnehmen sollte man beim Würzen mit Pfeffer jedoch nicht maßlos werden. Zu viel kann – wie bei den meisten scharfen Gewürzen – nämlich auf den Magen schlagen.

8. Rosmarin

Auch Rosmarin steht im Verdacht, das Abnehmen zu unterstützen. In einer Studie konnte ein Zusammenhang zwischen der Gabe des Krautes und verminderter Zunahme an Fettmasse sowie ein gesteigerter Gewichtsverlust festgestellt werden.

Diese Untersuchungsergebnisse gilt es durch weitere Forschung zu bestätigen.

Am Tag sollte man nicht mehr als vier bis sechs Gramm der getrockneten Kräuter konsumieren.

Neben den beliebten Rosmarin-Kartoffel findet man das Gewürz auch in Hühnchengerichten sowie in Kombination mit zum Beispiel Kürbis oder Aubergine.

Quellen

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Kimberly Papenthin

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