Wirkstoffe der Substitutionsausschlussliste: Darf ein anderer Reimport abgegeben werden?

Wirkstoffe der Substitutionsausschlussliste: Darf ein anderer Reimport abgegeben werden?

Bei Wirkstoffen der Substitutionsausschlussliste muss in derApotheke das namentlich verordnete Präparat abgegeben werden. Ein Austauschnach Aut-idem ist nicht erlaubt. Rabattverträge müssen nicht beachtet werden.Doch wie ist das bei Importverordnungen? Darf ein anderer Import abgegebenwerden oder das Original?

Phenprocoumon, Levothyroxin-Natrium, Tacrolimus, mehrere Opioide und Antiepileptika finden sich unter anderemderzeit auf der Substitutionsausschlussliste. Die Apotheke darf bei Rezeptenmit Arzneimitteln der Substitutionsausschlussliste in den meisten Fällen nurdas namentlich verordnete abgeben. Opioide haben eine gewisse Sonderstellung. Hiersind nämlich bestimmte Arzneimittelgruppen von der Substitution ausgeschlossen, Betäubungsmittel mit unterschiedlicherApplikationshäufigkeit dürfen nicht gegeneinander ausgetauscht werden.

Einen Überblick über die retaxsichere Rezeptbelieferung geben die folgenden DAP-Retax-Arbeitshilfen:

Rezepte der Substitutionsausschlussliste: Allgemeine Vorgehensweise

Rezepte der Substitutionsausschlussliste: Opioid-Analgetika

Doch was ist, wenn ein Import verordnet wird? Muss dannauch genau das verordnete Präparat eines bestimmten Importeurs abgegeben werdenoder geht auch ein anderes, zum Beispiel wegen Nicht-Lieferbarkeit? Stellenkann sich dieses Problem zum Beispiel bei Prograf, eine Apotheke fragte deswegenbeim Deutschen Apotheken Portal (DAP) an. Es ging um eine Verordnung zulasten einer Ersatzkasse. Der Arzneiversorgungsvertragder Ersatzkassen (§ 4 Absatz 13) enthält dazu folgenden Passus:

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