Welche Bewerber/-innen gibt es bislang für den SPD-Vorsitz?

Welche Bewerber/-innen gibt es bislang für den SPD-Vorsitz?

Zwei Wochen haben die Bewerber für den SPD-Vorsitz nochZeit, um ihren Hut in den Ring zu werfen. In den vergangenen Tagen hat dasKandidatenkarussell an Fahrt aufgenommen. Jetzt sucht mit Vizekanzler OlafScholz ein echter Hochkaräter eine Partnerin für eine Doppelspitze. Dochbeworben hat sich der Finanzminister offiziell noch nicht. Anderen Kandidatenfehlt die nötige Unterstützung von mindestens fünf Unterbezirken, einem Bezirkoder einem Landesverband. Ein prominenter Gesundheitspolitiker ist auch dabei.

Interessenten für den SPD-Parteivorsitz haben bis zum 1.September Zeit, ihren Hut in den Ring zu werfen. Dabei zeichnet sich bei denfeststehenden Kandidaturen ab, dass die SPD künftig – wie etwa die Grünen –eine Doppelspitze aus Mann und Frau haben wird. Der Parteivorstand hat ausdrücklichTeams zur Kandidatur ermutigt. Anders als bei anderen Parteien sollen sie sich allerdingsschon vor der Wahl finden und zusammen antreten. Sie müssen von mindestens fünfUnterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband nominiert werden. DerVorsitz soll nach einer Mitgliederbefragung (via Brief oder online) bis EndeOktober gewählt werden, auf einem Parteitag Anfang Dezember sollen dieVorsitzenden ernannt werden.

Boris Pistorius und Petra Köpping: NiedersachsensInnenminister Boris Pistorius (59) und Sachsens Integrationsministerin PetraKöpping (61) sprechen eher die konservativeren SPD-Mitglieder an. Pistoriusgilt als einer der profiliertesten Innen- und Sicherheitspolitiker der SPD.Beiden fehlt noch die nötige Unterstützung für eine offizielle Bewerbung.

Gesine Schwan und Ralf Stegner: An der Vorsitzenden derSPD-Grundwertekommission, Gesine Schwan (76), und dem stellvertretendenParteivorsitzenden Ralf Stegner (59) reiben sich viele in der SPD. Beide sindüberzeugte linke Sozialdemokraten, waren für ihre Partei in der Vergangenheitaber auch durchaus ungemütlich. Auch ihre Bewerbung ist noch nicht offiziell.

Michael Roth und Christina Kampmann: Europa-StaatsministerMichael Roth (48) und die ehemalige nordrhein-westfälische FamilienministerinChristina Kampmann (39) haben als erste ihren Hut in den Ring geworfen – undsind bisher auch das einzige Duo mit offizieller Unterstützung aus der Partei.Beide gehören dem linken Parteiflügel an, sehen die große Koalition kritischund rufen nach mehr innerparteilicher Fairness.

Karl Lauterbach und Nina Scheer: Die beiden BundestagsabgeordnetenKarl Lauterbach (56) und Nina Scheer (47) gehören zum linken Flügel der SPD undsprechen sich offen für ein Ende der großen Koalition aus. DemGesundheitspolitiker und der Umweltexpertin fehlt noch die nötige Unterstützungaus der Partei für eine offizielle Bewerbung.

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