Hubmann: Apotheken sind das „Quality Gate“

Hubmann: Apotheken sind das „Quality Gate“
Die Securpharm-Stakeholder präsentieren sich kurz vor dem Startdes neuen europaweiten Fälschungsschutzsystems zuversichtlich und gutvorbereitet. So heißt es beim Großhandelsverband Phagro, dieMitgliedsunternehmen seien bereit, ihre neuen Verpflichtungen pünktlich zuerfüllen. Und auch die ABDA meldet sich per Pressemitteilung zu Wort: „Jeder Patient kann sich auf seine Apothekeverlassen“, verspricht Hans-Peter Hubmann, Securpharm-Verantwortlicher bei derABDA.

In den vergangenen Tagen war von verschiedenen Seiten zuhören, dass der Start des neuen Fälschungsschutzsystems am 9. Februarvermutlich nicht ganz reibungsfrei verlaufen wird. Auch wenn die Systemegrundsätzlich stehen, lässt sich nicht verhehlen: Eine ernsthafteErprobungsphase für das Mammutprojekt gab es nicht. Wie sich dasSecurpharm-System in der Praxis erweisen wird, werden wir erst in den kommendenTagen und Wochen sehen.

Auch die ABDA gab sich in den vergangenen Tagen und Wocheneher wortkarg zu Anfragen beim Thema Securpharm. Doch heute veröffentlichte siedie Botschaft, die Apotheken seien bereit: „Mit ihrer frühzeitigen Anbindungan den Securpharm-Server setzen die Apotheken die am 9. Februar in Krafttretende EU-Fälschungsschutzrichtlinie gesetzeskonform um“, heißt es in einerPressemitteilung. 100 Prozent allerApotheken hätten nun das N-ID-Zertifikat von der  Netzgesellschaft Deutscher Apotheker (NGDA) erhalten.Ob damit wirklich alle „frühzeitig“ dran waren, sei dahin gestellt – jedenfallssind sie es rechtzeitig.

Ein weiterer Schutzzaun

Dr. Hans-Peter Hubmann, Securpharm-Verantwortlicher bei derABDA, betont, dass die Arzneimittelversorgung aus den deutschen Apotheken schonbisher sehr sicher war. „Nun wird ein weiterer Schutzzaun gegen Arzneimittelfälschungenaufgestellt, um auch in Zukunft gegen Kriminelle gewappnet zu sein – und zwareuropaweit“. Die Apotheken seien dabei das entscheidende „Quality Gate“, weilsie die Arzneimittel direkt vor der Abgabe an den Patienten noch einmal aufEchtheit überprüften. Und zwar schnell, wie Hubmann betont: „Der Securpharm-Serverreagiert nach weniger als 300 Millisekunden.“

Die ABDA verweist aber auch darauf, dass das System nichtvon einem Tag auf den anderen alles verändert: „Da Millionen Arzneimittel, dievor dem 9. Februar produziert wurden, als Bestandsware bis zum Verfalldatumabgegeben werden dürfen, nimmt das System schrittweise an Fahrt auf“. UndHubmann beruhigt auch Patienten: „Niemand muss sich Sorgen machen, wenn er eineneue Packung mit Siegel und Code erst in ein paar Wochen in den Händen hält.Jeder Patient kann sich auf seine Apotheke verlassen.“

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