Fastjekt: Apotheken müssen mit weiteren Engpässen rechnen

Fastjekt: Apotheken müssen mit weiteren Engpässen rechnen

Aktuell gibt es lautMelde-Liste des BfArM wieder einen Lieferengpass beim Epinephrin-Pen Fastjektvon Meda Pharma. Der Pen zur Notfallbehandlung schwerer allergischer Reaktionensoll aufgrund von Produktionsproblemen bereits seit April von einemLieferengpass betroffen sein. Gemeldet wurde der Engpass am 30. April, endensoll er noch im Mai. Allerdings geht der Lohnhersteller Pfizer davon aus, dassdie Verfügbarkeit von Fastjekt in den kommenden Monaten weiter schwanken wird. Dashat die Firma DAZ.online auf Anfrage mitgeteilt.

„Emerade®, Fastjekt®, Jext® sind nicht lieferbar“, das wardas Szenario im August 2018, mit dem Patienten und Apotheken zu kämpfen hatten. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte damalsFastjekt®-Lohnhersteller Pfizer den Engpass und erklärte: „Wir arbeitenintensiv an einer Lösung, wie wir schnellstmöglich die Produktion hochfahrenund die Lieferung beschleunigen können“. Prozessänderungen hätten die Kapazitätder Produktionsstätten zeitweise begrenzt, zudem wartete Pfizer auf Lieferungenbestimmter Komponenten durch Drittanbieter. Dass auch die anderenAdrenalin-Pen-Anbieter nicht liefern konnten, war wohl vor allem der erhöhtenNachfrage geschuldet, die durch den Ausfall des Marktführers Fastjektentstanden war.

Wartungs- undModernisierungsarbeiten sowie technische Schwierigkeiten

Ob nun dieselben oder ähnliche Probleme wie in derVergangenheit aktuell zu den neuen Lieferproblemen von Pfizer führen, geht aus einemStatement gegenüber DAZ.online nicht klar hervor: Die aktuellen Lieferengpässeseien auf Wartungs- und Modernisierungsarbeiten in der Produktionsanlagezurückzuführen, die im Winter durchgeführt wurden. Diese hätten länger alserwartet gedauert. Zudem habe es temporär technische Schwierigkeiten gegeben.

„Beidesin Kombination hat dazu geführt, dass wir keine ausreichenden Reserven aufbauenkonnten. Wir gehen daher davon aus, dass in den kommenden Monaten dieVerfügbarkeit von Fastjekt variieren wird. Dies kann sich abhängig von der saisonalenNachfrage fortsetzen“, so Pfizer zur aktuellen Liefersituation. Nach eigenenAngaben unternehme man eine Vielzahl von Maßnahmen, die die Patientenversorgungdauerhaft verbessern sollen. Dazu gehörten unter anderem weitere notwendigeInvestitionen, um die Kapazitäten in der Produktionsstätte weiter zu erhöhen. 

Außerdem schrieb Pfizer auf Nachfrage an DAZ.online: „Wirbedauern die schwankende Verfügbarkeit von Fastjekt® – uns ist bewusst, wiewichtig es ist, dass Fastjekt® zur Verfügung steht. Wie bei vielen sterileninjizierbaren Medikamenten erfordert Fastjekt® einen sehr komplexen undtechnischen Produktionsprozess.“ Dass Adrenalin-Pens in der Herstellung komplex zu sein scheinen, hat sich in der Vergangenheit immer wieder bemerkbar gemacht. Zuletzt im Juni 2018.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen